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Kreis Oberberg: Ambulanter Kinder-Notdienst ab Juli mit neuen Öffnungszeiten

12.06.2019 Gesundheitstipps, Pressemitteilungen

Bei der Organisation des ambulanten kinderärztlichen Notdienstes im Oberbergischen Kreis gibt es zum 1. Juli 2019 Änderungen, die Patienten und Ärzte betreffen. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung der diensthabenden Kinderärzte in der Region müssen die Sprechstundenzeiten der Kinder-Notdienstpraxis am Kreiskrankenhaus Gummersbach (Wilhelm-Breckow-Allee 20) an die Ressourcen vor Ort angepasst werden.

Die Praxis bleibt mittwochs und freitags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags am Vormittag von 9 bis 13 Uhr und am Nachmittag von 16 bis 20 Uhr geöffnet (bislang: mittwochs und freitags: 16 bis 22 Uhr, samstags, sonn- und feiertags: 8 bis 22 Uhr) – damit ist die kinderärztliche Versorgung zu den Stoßzeiten im ambulanten Notdienst weiterhin gewährleistet.

In den in der Regel weniger frequentierten Abendstunden zwischen 19 und 22 Uhr, in denen die Praxis bisher montags, dienstags und donnerstags geöffnet hatte, steht die Notdienstpraxis künftig nicht mehr zur Verfügung. Während dieser Zeiten wird jedoch ein Kinderarzt dem allgemeinärztlichen Notdienst konsiliarisch zur Verfügung stehen, also bei Bedarf die kinderärztliche Expertise einbringen. Der allgemeine ärztliche Notdienst ist ebenfalls am Kreiskrankenhaus untergebracht und kann natürlich auch von Eltern erkrankter Kinder aufgesucht werden. Schwerwiegend akut erkrankte Kinder können – wie bisher – in der stationären Fachabteilung des Krankenhauses versorgt werden.

Intensive Suche nach neuen Kinderärzten

Mit der Anpassung der Öffnungszeiten reagieren die Kreisstellen der Ärztekammer Nordrhein und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein im Oberbergischen Kreis auf die gesunkene Zahl der Kinderärzte vor Ort, die den Kinder-Notdienst freiwillig organisieren.

Seit Ende 2018 sind zwei Kinderärzte aus der Region aus der ambulanten Versorgung ausgeschieden, für die noch Nachfolger gesucht werden. Die Kassenärztliche Vereinigung vor Ort wie auch die Hauptstelle in Düsseldorf arbeiten zusammen mit den Kinderärzten aus Oberberg intensiv daran, den Verlust auszugleichen.

Aktuell liegt die Dienstbelastung der 17 Kinderärzte auf 15 Arztsitzen im Kreis bei über 2200 Dienststunden im Jahr. Durch die Anpassung reduziert sich die Belastung auf etwa 1250 Dienststunden. Damit können die Kinderärzte entlastet und die Akutversorgung der Kinder- und Jugendlichen zu den Stoßzeiten im Notdienst aufrechterhalten werden. Die hohe Notdienstbelastung in ländlichen Bereichen mit geringerer Arztdichte ist eines der wesentlichen Hindernisse bei der Niederlassung von Nachwuchsmedizinern auf dem Land.

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