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"erfasst, verfolgt, vernichtet" – Ausstellung im Haus der Ärzteschaft zeigt das Schicksal kranker und behinderter Menschen im Nationalsozialismus

06.03.2019 Pressemitteilungen

Kranke und behinderte Menschen gehörten zu den Verfolgten des Nationalsozialismus. Bis zu 400.000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, mehr als 200.000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der Gesellschaft – verantwortet unter anderem von Psychiatern, Neurologen und Pflegekräften.

In Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) eine Wanderausstellung entwickelt, die sich diesem dunklen Kapitel der Medizin widmet. Betrachtet werden Opfer, Täter, Tatbeteiligte und Opponenten und schließlich auch die Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2014 wurde die Ausstellung bereits von mehr als 350.000 Menschen an über 48 nationalen und internationalen Standorten besucht.

Vom 12. März bis 15. April 2019 macht die Ausstellung "erfasst, verfolgt, vernichtet" Station bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf). Interessierte können die Ausstellung täglich zwischen 10 und 20 Uhr kostenlos besuchen.

Am Montag, den 18. März, findet zwischen 18 und 20 Uhr ein Autorengespräch mit Dr. Andrea Ditchen von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Autoren Andreas Kinast statt. Für sein Buch "Das Kind ist nicht lebensfähig" wertete Kinast erstmals Quellenmaterial zu einer ehemaligen "Kinderfachabteilung" in Waldniel bei Mönchengladbach aus, in der ab 1941 unter strenger Geheimhaltung körperlich und geistig behinderte Kinder medizinisch behandelt, viele davon ermordet wurden.

Der Eintritt zum Autorengespräch ist ebenfalls kostenlos, aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird allerdings um eine Anmeldung unter www.kvno.de/dgppn gebeten.

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