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Kontrastmittel: Materialpauschale ab 1. Januar 2020 fortgeführt

04.12.2019 Praxisinfos

Die Materialpauschale für Anwendungen, die Kontrastmittel erfordern (Symbolnummer 92820), kann auch im Jahr 2020 von Radiologen, Urologen und Nuklearmedizinern abgerechnet werden. Die Vergütung liegt weiterhin bei acht Euro extrabudgetär. Allerdings muss die Materialpauschale ab 1. Januar 2020 von den Ärzten abgerechnet werden; eine Zusetzung durch die KV Nordrhein erfolgt nur noch bis zum 31. Dezember 2019.

Zum Hintergrund: Die Zusetzung durch die KV Nordrhein erfolgt auf Grundlage der Kostenpauschalen. Diese fallen jedoch ab 1.  Januar 2020 weg. Eine Orientierung allein an den Gebührenordnungspositionen (GOP) ist nicht möglich, da viele der GOP die optionale Einbringung/Anwendung von Kontrastmitteln vorsehen. Die Materialpauschale berücksichtigt folgende, alle zur Kontrastmitteleinbringung/-anwendung erforderlichen Materialien: Spritzenkolben/Einbringsets, Spiralschläuche, Y-Verbinder, Patientenendschläuche, isotonische Elektrolytlösungen, Rückschlagventile und Braunülen. Diese bzw. weitere zur Kontrastmitteleinbringung/-anwendung erforderlichen Materialien dürfen dann allerdings nicht über den Sprechstundenbedarf oder als Sachkosten abgerechnet werden.

Die KV Nordrhein hat sich mit den nordrheinischen Krankenkassen/-verbänden darauf verständigt, dass diese Materialpauschale auch ab 1. Januar 2020 fortgeführt wird. Die Krankenkassen hatten die Vereinbarung zur Pauschalierung von Kontrastmitteln zum 31. Dezember 2019 gekündigt; diese Vereinbarung sah unter anderem eine Pauschale für die Einbringung/Anwendung von Kontrastmitteln notwendigen Verbrauchsmaterialien (sogenannte Materialpauschale) vor.