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Verbesserte Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen dank elektronischer Fallakte

14.11.2019 Praxisinfos

Das Projekt I/E-Health NRW hat eine elektronische Fallakte – kurz EFA – entwickelt, die am 18. November 2019 startet. „Unsere EFA ist startklar und wir können in den Modellregionen erste Erfahrungen in der praktischen Anwendung sammeln“, freut sich Burkhard Fischer, Vorsitzender des Vereins Digital Healthcare NRW und Referatsleiter IT bei der Krankenhausgesellschaft NRW.

In dem vom Land NRW und durch EU-Mittel geförderten Projekt I/E-Health NRW wurde die EFA in den letzten Jahren in einem großen Netzwerk von Partnern aus Selbstverwaltung, Wissenschaft und Industrie gemeinsam geplant und entwickelt. Die technische Infrastruktur steht und die Arbeitsplätze in den Kliniken und Praxen der Projektpartner sind eingerichtet.

Die EFA als Kommunikationsplattform ist besonders auf komplexe Behandlungsabläufe ausgerichtet, die eine enge Kooperation von Ärzten über Einrichtungs- und Sektorengrenzen hinweg erfordern. Diese Modellregionen und Versorgungsszenarien sind Teil des Projektes I/E-Health NRW:

  • Borken/Ahaus: Demenz-Akte
  • Münster/Kreis Warendorf: Geriatrie-Akte
  • Dortmund: Pädiatrie-Akte
  • Düren/Aachen: Notfall-/Pflegeakte und Onkologie-Akte

„Die arztgeführte elektronische Fallakte (EFA) bietet den Behandelnden gesicherte Informationen zu vorangegangener Diagnostik und Therapie und ist eine sinnvolle Ergänzung zur elektronischen Patientenakte. Die EFA enthält beispielsweise Befunde, OP-Berichte, Entlassbriefe und Therapiepläne. Behandler können direkt aus Krankenhausinformationssystemen, Praxisverwaltungssystemen oder über ein webbasiertes Portal auf die EFA zugreifen“, erklärt Dr. Georg Diedrich, Stellv. Vorsitzender von Digital Healthcare NRW und Leiter des Geschäftsbereichs IT bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Der Patient bestimmt selbst, welche Einrichtungen und an der Behandlung beteiligten Ärzte und Therapeuten auf seine EFA zugreifen dürfen. Eine Zugriffsliste protokolliert in der EFA-Plattform, wer wann auf die Daten zugegriffen hat. Die Zugänge zu den EFA-Netzwerken sind nach aktuellem Stand der Technik verschlüsselt.

Niedergelassene, deren Praxisverwaltungssysteme von CompuGroup Medical oder Duria die im Projekt entwickelte EFA-2.0/KV-Connect-Schnittstelle umsetzen, können die Fallaktenfunktionen in der gewohnten Systemumgebung nutzen. Projektpartner, die noch nicht über solche Schnittstellen kommunizieren können, nutzen dafür das EFA-Portal.