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Statement zur Arzneimittelknappheit

12.08.2019 Praxisinfos, Pressemitteilungen

Zu aktuellen Rückmeldungen aus den Praxen der Niedergelassenen in Nordrhein und zur aktuellen Berichterstattung über nicht verfügbare Arzneimittel erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein:

„Uns erreichen vermehrt Rückfragen von Praxen zu nicht verfügbaren Arzneimitteln. Wir können bestätigen, dass der Mangel an einzelnen Arzneimitteln in den Praxen zunehmend spürbar ist – und das nicht zum ersten Mal. Apotheken müssen häufiger in Praxen rückfragen, ob sie ein wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben können. Vermehrt erreichen uns jedoch auch Rückmeldungen, dass Wirkstoffe gar nicht mehr lieferbar sind und auch nicht auf andere Anbieter ausgewichen werden kann.

Für eine verlässliche medizinische Versorgung unserer Patienten muss dringend geklärt werden, welche Dimension der Mangel in den Apotheken und Großhandlungen hat. Wichtig ist jetzt vor allem herauszufinden, welche Wirkstoffe nicht lieferbar sind, ob es sich um lokale Probleme handelt oder Wirkstoffe bundesweit nicht verfügbar sind und ob Wirkstoffe nur zeitlich begrenzt nicht lieferbar sind oder länger andauernde Lieferausfälle zu erwarten sind.

Um das zu Problem zu beheben, müssen auch die Ursachen für den Mangel benannt werden – zu hinterfragen sind die Konzentration auf einzelne Produktionsstätten im Ausland, der offenbar lukrativere Verkauf von Medikamenten in Nachbarländer und das Einstellen der Produktion aufgrund fehlender Rentabilität. Bleibt die Frage, wer die Verantwortung dafür übernimmt, wenn Patienten aus solchen Gründen nicht adäquat versorgt werden können.“

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