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Gesetzliche Kassen zahlen beruflich bedingte Reiseimpfungen

10.01.2020 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die gesetzlichen Krankenkassen können nun auch Impfungen zahlen, die aufgrund beruflich bedingter oder die Ausbildung betreffender Reisen durchgeführt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission sowie gesetzlicher Änderungen die Schutzimpfungs-Richtlinie angepasst. Die Änderungen sind Ende Dezember im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und somit in Kraft getreten. Aus Sicht der Kassen bleibt die vorrangige Leistungspflicht jedoch beim Arbeitgeber.

Das Bild zeigt eine Kalender, einen Impfausweis und einen Reisepass; Foto: Adobe stock | Henrik Dolle

Beruflich ins Ausland? Wer dafür Reiseimpfungen benötigt, kann sich die Kosten jetzt von den gesetzlichen Krankenkassen erstatten lassen.

Für die Reiseimpfungen fehlte bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch eine Vergütungsvereinbarung zwischen den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Dies bedeutet, dass die Impfleistungen zunächst im Rahmen der Kostenerstattung vergütet werden. Gleiches gilt für den jeweiligen Impfstoff, der im Rahmen der Kostenerstattung ebenfalls auf Privatrezept zu verordnen ist. Sobald wir uns über eine Vergütungsregelung mit den Krankenkassen verständigen können, werden wir Sie über unsere Medien informieren.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Änderungen konnten die neuen Abrechnungsziffern nicht mehr zum Jahreswechsel in die Praxissoftware aufgenommen werden. Dies kann voraussichtlich erst mit Wirkung zum zweiten Quartal 2020 erfolgen, sofern die Softwarehäuser kein Sonderupdate bereitstellen. Geschieht dies nicht, müssten die neuen Abrechnungsziffern zunächst händisch in die PVS aufgenommen werden.

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