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Dialyse: Neue Vorgaben zur Qualitätssicherung ab 2020

03.12.2019 KVNO aktuell, Praxisinfos

Für die Nierenersatztherapie – Dialyse und Nierentransplantationen – gelten nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ab 1. Januar 2020 im ambulanten und stationären Sektor neue Vorgaben zur Qualitätssicherung (QS).

Bisher erfolgte die Qualitätssicherung in der Dialyse für den ambulanten Bereich nach den Vorgaben der Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse. Ab 2020 gibt es nun das neue QS-Verfahren "Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen" (QS NET), das die bislang gültige QS-Richtlinie Dialyse ablöst. Es betrifft in der vertragsärztlichen Versorgung alle Ärzte, die Dialysen zur Behandlung des chronischen Nierenversagens durchführen.

Zum Start des Verfahrens 2020 wird es 15 Qualitätsindikatoren für die Dialyse geben. Zukünftig sollen diese Indikatoren nicht nur auf Basis von Falldokumentationen vor Ort in der Praxis, sondern auch mit Sozialdaten der Krankenkassen erhoben werden. Ab 2022 werden voraussichtlich auch Patientenbefragungen durchgeführt, deren Ergebnisse dann in die Indikatoren einfließen.

Die Dokumentation erfolgt weiterhin im Praxisverwaltungssystem (PVS). Ärzte sollten sich rechtzeitig an ihren Softwareanbieter wenden und klären, wann die Dokumentationssoftware zur Verfügung steht.

In einer KBV-Praxisinformation erfahren Ärzte Details zu den Zielen des neuen QS-Verfahrens, zu Qualitätsindikatoren, zur Dokumentation, Auswertung und Berichterstattung sowie zur Beteiligung an Fachkommissionen. Darüber hinaus sind Hinweise zu den Übergangsregelungen aufgeführt. Zudem gibt es in den ersten zwei Erfassungsjahren 2020 und 2021 keine Vergütungsabschläge für fehlende oder unvollständige Dokumentationen.