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Kündigung der Pauschalierung von Kontrastmitteln

04.12.2019 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die nordrheinischen Krankenkassen/-verbände haben die zum 1. April 2019 in Kraft getretene Vereinbarung über die Erstattung von Kostenpauschalen bei der Anwendung von Kontrastmitteln zum Jahresende außerordentlich gekündigt. Dies bedeutet, dass verbrauchte Kontrastmittel noch bis zum 31. Dezember 2019 auf eigene Rechnung von den Radiologen, Urologen und Nuklearmedizinern beschafft und im Rahmen der Kostenpauschalen abgerechnet werden können. Ab dem 1. Januar 2020 ändert sich der Bezugsweg.

Vor Beginn der Pauschalregelung konnten Kontrastmittel, die im ersten Quartal 2019 verbraucht worden sind, als Sprechstundenbedarf bis zum 15. April 2019 aufgefüllt werden. Jetzt verbrauchen Radiologen, Urologen und Nuklearmediziner im ersten Quartal 2020 die noch in der Praxis vorrätigen Kontrastmittel. Müssen sie in diesem ersten Quartal Ersatz beschaffen, ist dies zum Ende des ersten Quartals (ab der letzten Märzwoche) im Rahmen der Sprechstundenbedarfs-Vereinbarung möglich.

Die Materialpauschale für Anwendungen, die Kontrastmittel erfordern (Symbolnummer 92820), kann auch im Jahr 2020 von Radiologen, Urologen und Nuklearmedizinern abgerechnet werden. Die Vergütung liegt weiterhin bei acht Euro extrabudgetär.

Für die übrigen Fachgruppen gelten die bisherigen Regelungen der Sprechstundenbedarfs-Vereinbarung unverändert fort.