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Optiker dürfen Sehhilfen für Erwachsene abgeben

25.09.2019 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Augenoptikern dürfen an hochgradig fehlsichtige Personen Sehhilfen wie Korrektionsgläser oder Kontaktlinsen zur Verbesserung der Sehschärfe abgeben, ohne dass ein Augenarzt einbezogen sein muss. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Eine entsprechende Änderung der Hilfsmittelrichtlinie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen.

Schon in der Vergangenheit gab es Versorgungsverträge mit den AOK, den IKK und sehr vielen BKK, die es Augenoptikern ermöglichten, Sehhilfen zur Verbesserung der Sehschärfe im Rahmen einer Folgeversorgung an gesetzlich Versicherte über 14 Jahre ohne augenärztliche Mitwirkung abzugeben. Neu hinzugekommen ist ein entsprechender Vertrag mit der Knappschaft und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

Das Bild zeigt einen Optiker bei der Arbeit

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich für einen Arztvorbehalt eingesetzt, denn Patienten mit schweren Sehbeeinträchtigungen neigen zu weiteren Augenerkrankungen. Hier sollte ein Arzt rechtzeitig andere Therapieoptionen (zum Beispiel chirurgische oder pharmakologische Maßnahmen) ergreifen können, sollte sich das Sehverhalten verändern.

NAU