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Vertrieb von Praluent wird eingestellt

19.08.2019 Verordnungsinfos

Nach Auskunft der Firma Sanofi wird die Fertigung, das Marketing und der Vertrieb von Praluent (Alirocumab) eingestellt. Noch vorhandene Ware in der Lieferkette (Großhandel und Apotheken) kann abverkauft werden. Hintergrund ist ein Patentstreit mit der Firma Amgen. Patienten, die bisher Praluent erhalten haben, müssten auf den anderen PCSK9-Hemmer Repatha (Evolocumab) um-, bzw. neu eingestellt werden.

Eine Umstellung von Alirocumab auf Evolocumab entspricht aus Sicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung einer Neuverordnung und muss gemäß Arzneimittelrichtlinie durch einen Facharzt der folgenden Gruppen erfolgen:

  • Kardiologie,
  • Nephrologie,
  • Endokrinologie und Diabetologie,
  • Angiologie,
  • Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatz-Weiterbildung Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, Kinder-Nephrologie oder Schwerpunkt Kinder-Kardiologie oder
  • an Ambulanzen für Lipidstoffwechselstörungen tätige Fachärzte.

Nach Auskunft von Sanofi sind bundesweit circa 7.500 Patienten auf Alirocumab eingestellt. Alirocumab war in zwei Dosierungen verfügbar, für Evolocumab gibt es gemäß Fachinformation eine Dosierung von 140 mg alle zwei Wochen und 420 mg einmal im Monat.

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