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IT-Sicherheit in der Praxis: Richtig umgehen mit gefälschten Mails

05.09.2019 KVNO aktuell

Cyberattacken in Form sogenannter Phishing-Mails, die häufig auch Schadsoftware ent­halten, nehmen zu. Die E-Mails stammen scheinbar von bekannten Absendern, beispielsweise Banken, Online-Shops oder Behörden. Selbst E-Mails, die vermeintlich von Beschäftigten der KV Nordrhein stammen, sind jüngst häufiger an Praxen versendet worden.

Die E-Mails enthalten oftmals Anhänge wie Rechnungen oder Kontoauszüge, hinter denen sich schädliche Software verbirgt. Aber auch Links in E-Mails, die zu angeblich weiterführenden Informationen im Internet führen, sind gefährlich. Klickt man auf einen solchen Link, führt dieser auf eine manipulierte Website, die versucht, an vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen zu gelangen – oder der Klick auf den Link führt ebenfalls Schadsoftware aus.

Die wichtigste Regel im Umgang mit E-Mails lautet: niemals einen Dateianhang oder Link öffnen, den man nicht angefordert hat. Es genügt nicht, den Absender zu kennen: Schadsoftware durchsucht befallene PCs nach E-Mail-Adressen, um sich darüber weiterzuversenden. Wenn Sie eine unerwartete E-Mail mit Dateianhang oder einem weiterführenden Link erhalten, sollten Sie sich vergewissern, dass die Nachricht auch tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

Leider können selbst gute Antivirenprogramme nicht alle Schädlinge erkennen, denn Cyber-Kriminelle entwickeln permanent neue Schadsoftware. Die Hersteller von Antivirenprogrammen können diese immer erst dann updaten, wenn die Schadsoftware bereits im Umlauf ist. Für die ersten Betroffenen kommt das zu spät ...

Auch wenn es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gibt, sollte man die Risiken minimieren. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen und Erste-Hilfe-Maßnahmen für infizierte Rechner haben wir für Sie zusammengestellt.

Claudia Pintaric

Support für Windows 7 endet Anfang 2020

Die Firma Microsoft beendet im Januar 2020 den Support für Windows 7. Das bedeutet, es gibt keine technische Unterstützung mehr, keine Aktualisierungen und vor allem keine Sicherheitsupdates mehr. Ausnahme: Für Windows 7 Professional und Windows 7 Enterprise sind bis Januar 2023 kostenpflichtige Updates geplant.

Ohne die Updates sind Rechner besonders anfällig für Angriffe aus dem Internet.

Sollten Sie in Ihrer Praxis Windows 7 einsetzen, sollten Sie den Umstieg auf eine aktuelle Version von Windows 10 vorbereiten – idealerweise in Absprache mit Ihrem Softwarehaus. Wegen der Verarbeitung sensibler Daten und da die meisten Praxen mit ihren Systemen mit dem Internet verbunden sind, ist es mit Blick auf Datenschutz und IT-Sicherheit wichtig, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen aktuelle Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Browser.

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