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TI: Auf die Installation kommt es an

16.05.2019 Praxisinfos

Damit die Praxis sicher in die Telematikinfrastruktur (TI) einsteigt, ist der richtige Anschluss des Konnektors wichtig. Das übernehmen die Techniker des IT-Dienstleister. Eine gute Vorbereitung der Praxis darauf ist aber wichtig, damit die Installation komplikationslos und zügig abläuft – und die richtige Betriebsart gewählt wird. Unsere „Checkliste: Für den reibungslosen Anschluss an die TI“ hilft dabei:

Ein Punkt der Vorbereitung ist das Gespräch mit Ihrem IT-Dienstleister. Dabei sollten Sie auch die Betriebsart des Konnektor festlegen: Reihenbetrieb, Netztrennung oder Parallelbetrieb. Eine gute Orientierung bietet eine Information der gematik „Informationsblatt - Anschluss einer medizinischen Einrichtung“, die auch über onlinerollout.de abrufbar ist.

Beachten Sie bei der Wahl der Betriebsart folgende Punkte:

Reihenbetrieb

  • Das gesamte Praxisnetzwerk ist  an den Konnektor angeschlossen und das Praxisnetzwerk ist nach BSI-Vorgaben über die in den Konnektor integrierte Firewall geschützt.
  • Der  Internetzugriff über den Konnektor ist wegen Einschränkung des Datenvolumens über den Dienst „Secure Internet Service“ (SiS)  nur begrenzt möglich. Daher können Betriebssystem-Updates wegen ihrer Größe  wahrscheinlich nicht über das Standard-SIS-Datenvolumen durchgeführt werden.
  • Fernwartung ist möglicherweise nutzbar, aber wegen der geringen Performanz nicht empfehlenswert.
  • WLAN ist nicht über diese Betriebsart möglich.
  • Die IP-Telefonie ist möglich, wenn diese vor dem Konnektor geschaltet ist. Wird die IP-Telefonie hinter dem Router geschaltet, ist die nur bei vereinzelten Anbietern möglich. Wenden Sie sich hier bitte an Ihren Anbieter.

Parallelbetrieb

  • Der Konnektor wird „parallel“ zum restlichen Praxisnetzwerk am DSL-Router angeschlossen. Das heißt, das Praxisnetzwerk hängt nicht nur am Konnektor, sondern gleichzeitig am DSL-Router; damit ist eine Internetnutzung vom gesamten Praxisnetzwerk aus uneingeschränkt möglich. Sämtliche Updates (Praxisverwaltungssoftware, Betriebssystem, Virenschutz, etc.) sind über diesen Weg einspielbar.
  • Zwingende Voraussetzung: Gesonderte Sicherheitsmaßnahmen wie Firewall und Virenscanner müssen eingerichtet werden, da Konnektor nicht als integrierte Firewall dient.
  • Der Parallelbetrieb empfiehlt sich für alle, die vorher bereits Internetzugang im Praxisnetzwerk hatten und dies weiterhin benötigen 

Netzwerktrennung

  • Bei einer Netzwerktrennung wird zusätzlich zum Reihenbetrieb ein separater  „Internet-PC“ an den  DSL-Router der Praxis angeschlossen. Dieser „Internet-PC“ läuft damit getrennt vom Konnektor, hat also keinen Zugriff auf die TI und ist auch nicht über das SiS abgesichert.
  • Vorteil im Vergleich zum Reihenbetrieb: Die Internetnutzung ist über diesen „Internet- PC“ uneingeschränkt möglich, ohne das Praxisnetz direkt zu gefährden. Die üblichen Sicherheitsvorkehrungen sind auch für den Internet-PC dringend empfohlen. 
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