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Zahl der Organspender steigt wieder

27.06.2019 KVNO aktuell

955 Menschen haben im Jahr 2018 in Deutschland nach ihrem Tod Organe gespendet, um schwer kranken Menschen zu helfen. Damit ist die Zahl der Organspender erstmals seit dem langen Abwärtstrend wieder gestiegen. Das geht aus den Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervor. Der Rückgang der Spenderzahlen begann 2012, nachdem Manipulationen bei der Vergabe von Organspenden bekannt geworden waren.

Um die Organspendezahlen zu erhöhen, ist auch die Art der Organentnahmezustimmung immer wieder ein Thema. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zusammen mit weiteren Politikern verschiedener Parteien Anfang April einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der die doppelte Widerspruchslösung vorsieht. Danach sollen alle Bürger automatisch zu Organspendern werden, außer sie widersprechen aktiv. Zudem können Angehörige einer Organentnahme widersprechen.

Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock strebt ebenfalls mit Politikern weiterer Parteien eine andere Lösung an: Hier sollen die Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Abholen von Ausweisen in Ämtern auf das Thema Organspende angesprochen werden. In einem bundesweiten Online-Register soll dann die Entscheidung für oder gegen eine Organspende nach dem Tod eintragen werden. Diese kann jederzeit geändert werden. Außerdem sollen Hausärzte Patienten bei Bedarf aktiv alle zwei Jahre über Organspende beraten.

Über die beiden Gesetzentwürfe soll der Bundestag voraussichtlich im Herbst ohne Fraktionszwang entscheiden.

Marscha Edmonds

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