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Zweitmeinung abrechnen

05.07.2019 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Vor bestimmten planbaren Operationen dürfen Patienten eine Zweitmeinung einholen. Der indiktionsstellende Arzt rechnet für die Einleitung des Zweitmeinungsverfahrens die Gebührenordnungsposition (GOP) 01645 entweder mit der Kennzeichnung "A" bei einer bevorstehenden Mandeloperation oder mit der Kennzeichnung "B" bei einer bevorstehenden Gebärmutterentfernung ab.

Zusätzlich gibt der indikationsstellende Arzt im freien Begründungsfeld die Kennziffer 88200A für die bevorstehende Mandeloperation oder 88200B bei einer bevorstehenden Gebärmutterentfernung an. Die GOP 01645 beinhaltet die Aufklärung und Beratung über die Möglichkeit, eine Zweitmeinung einzuholen, Aushändigung des Informationsblattes des gemeinsamen Bundesausschusses, Information zu geeigneten Zweitmeinungsärzten sowie das Zusammenstellen aller relevanten Unterlagen für den "Zweitmeiner".

Der Zweitmeinungsabgebende Arzt rechnet seine jeweilige Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale ab und kennzeichnet diese Leistung im freien Begründungsfeld mit der Kennziffer 88200A bei einer bevorstehenden Mandeloperation mit der Kennziffer 88200B bei einer bevorstehenden Gebärmutterentfernung.

Sofern weitere Leistungen im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens abgerechnet werden, sind diese ebenfalls mit der Kennziffer 88200A oder 88200B im freien Begründungsfeld zu kennzeichnen und die Notwendigkeit zu begründen.

Der Zweitmeiner benötigt eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Vergütung der Leistungen erfolgt extrabudgetär.

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