Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Polysomnografie und kardiorespiratorische Polygrafie

09.04.2019 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Leistungen der kardiorespiratorischen Polygrafie und Polysomnografie werden ab 2019 ohne Mengenbegrenzung extrabudgetär entsprechend der Preise im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) vergütet. Das haben die KV Nordrhein und die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. Die Regelung gilt befristet für drei Jahre.

Bisher wurden die Leistungen der Polygrafie je nach Arztgruppe entweder innerhalb des Regelleistungsvolumens (RLV) oder innerhalb eines qualifikationsgebundenen Zusatzvolumens (QZV) vergütet. Nach der neuen Regelung sinkt zwar in beiden Fällen das zugeteilte RLV-/QZV-Volumen, diesem steht aber auch insgesamt eine kleinere Leistungsmenge gegenüber, da der Leistungsbedarf der Polygrafie das zugeteilte RLV/QZV nicht mehr belastet.

Im fachärztlichen Versorgungsbereich erfolgte die Vergütung der Polysomnografie bisher gemäß der Regelung des Honorarverteilungsmaßstabs (HVM) aus einem Kontingent. Dies hatte zur Folge, dass der sich rechnerisch ergebende Punktwert deutlich unter dem regional vereinbarten Punktwert lag. Eine Mengenausweitung hat daher zu einem niedrigeren Punktwert geführt. Dies ist durch die Neuregelung aufgehoben. Die Vergütung erfolgt zum festen Preis nach EBM.

Wenn die Leistungen der kardiorespiratorischen Polygrafie und der Polysomnografie bislang innerhalb des Regelleistungsvolumens vergütet wurden, wird der RLV-Fallwert diese Leistungen künftig nicht mehr enthalten. Das heißt: Der Fallwert ist niedriger als bisher. Das QZV "kardiorespiratorische Polygrafie" wird ersatzlos gestrichen.