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Honorarvereinbarung 2019

09.05.2019 KVNO aktuell

Die KV Nordrhein und die gesetzlichen Krankenkassen im Rheinland haben sich Mitte März 2019 über die Mittel für die ambulante Versorgung und die Vergütung der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten für das laufende Jahr geeinigt. Insgesamt stehen für 2019 rund 76,5 Millionen Euro und damit 1,7 Prozent mehr Geld als im Vorjahr zur Verfügung.

55,2 Millionen Euro aus der Honorarsteigerung entfallen auf die Anhebung der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV). Dazu gehört, gemäß der Bundesvorgaben, die Steigerung des regionalen Punktwerts um 1,58 Prozent auf 10,8226 Cent (bisher 10,6543 Cent, entspricht einem Plus von rund 46 Millionen Euro) sowie die Berücksichtigung der Veränderungsrate.

Um 16,8 Millionen Euro steigt die Einzelleistungsvergütung (EGV). Darunter fallen die Fortführung bisheriger Einzelleistungsvergütungen, Sondervereinbarungen und Zuschläge. Die in Punkten bewerteten Leistungen werden in Höhe des regionalen Punktwerts angehoben, was einer Honorarsteigerung von 15,3 Millionen Euro entspricht. Die Gebührenordnungspositionen (GOP) 30900 und 30901 (Polysomnografie und Polygrafie) werden für drei Jahre extrabudgetär finanziert und damit künftig zu 100 Prozent vergütet. Etwaige Mengenentwicklungen gehen zulasten der Krankenkassen.

Schwerpunkt Pflegeheimversorgung

16,5 Millionen Euro stehen zusätzlich für die Förderung der Pflegeheimversorgung bereit, verteilt auf zweieinhalb Jahre. Die Krankenkassen stellen die zusätzlichen Mittel ab 1. Juli dieses Jahres zur Verfügung. 4,5 Millionen Euro können noch in diesem Jahr, jeweils sechs Millionen Euro für die beiden Folgejahre verwendet werden. Details zu dieser Regelung beziehungsweise zur Verwendung der zusätzlichen Mittel sind noch Gegenstand weiterer Verhandlungen. Klar ist, dass die Vergütung von Hausbesuchen, die ja auch auf Bundesebene diskutiert wird, ein Thema bleibt. Für den am häufigsten abgerechneten Besuch mit der Ziffer GOP 01410 zahlen die Krankenkassen aktuell 22,59 Euro. Für die Betreuung eines Patienten im Pflegeheim kommt nochmal eine Vergütung für die Besuchsleistung (Besuchspauschale) von 13,32 Euro hinzu. Da der GKV-Spitzenverband auf Bundesebene bisher eine bessere Vergütung ablehnt, soll im Zuge der EBM-Weiterentwicklung über eine höhere Vergütung von Hausbesuchen verhandelt werden.

"Wir haben mit der Vereinbarung ein solides Ergebnis erzielt, mit dem auch die Kolleginnen und Kollegen in Nordrhein gut leben können", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. "Wir begrüßen die rasche Einigung und investieren jetzt insgesamt 88,5 Millionen Euro in eine bessere Qualität und eine nachhaltige Stärkung der ambulanten Gesundheitsversorgung", ergänzt Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, im Namen der gesetzlichen Krankenkassen im Rheinland.

Dr. Heiko Schmitz

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