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Hämophilie jetzt auch in der ASV

09.05.2019 KVNO aktuell, Praxisinfos

Patienten mit der seltenen Bluterkrankheit Hämophilie können künftig auch von einem interdisziplinären Team in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) behandelt werden. Die spezifischen Anforderungen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) jetzt festgelegt. Damit umfasst die ASV inzwischen zwölf Indikationen.

Die Teamleitung bei der Hämophilie können Fachärzte für Innere Medizin – auch ohne Schwerpunktbezeichnung –, Hämatoonkologen oder Transfusionsmediziner übernehmen, jeweils mit Zusatz-Weiterbildung Hämostaseologie. Zum Kernteam zählen darüber hinaus Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden, müssen Kinder- und Jugendmediziner mit entsprechender Expertise im Kernteam vertreten sein.

Ärzte finden alle Leistungen, die sie in der ASV abrechnen können im sogenannten Appendix. Für jede ASV-Erkrankung hat der G-BA diese Abrechnungsgrundlage jetzt an den aktuellen EBM angepasst und weitere Detailänderungen vorgenommen.

Der Beschluss steht noch unter dem Genehmigungsvorbehalt des Bundesgesundheitsministeriums und tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Erst dann können ASV-Teams ihre Teilnahme dem Erweiterten Landesausschuss in ihrer Region anzeigen.

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