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Laborärzte, Pathologen und Transfusionsmediziner: Nicht alle müssen in die TI

15.03.2019 KVNO aktuell

Nur noch bis 31. März 2019 haben die meisten Ärzte und Psychotherapeuten Zeit, die Weichen für den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur (TI) zu stellen, also die notwendige Hardware und Installation zu bestellen. Die Bestellbestätigung müssen sie der KV einreichen.

Von dieser gesetzlichen Pflicht sind nur wenige Praxen ausgenommen. Diese Ausnahmen betreffen Fälle, in denen die eGesundheitskarte nur mobil eingelesen werden kann oder kein Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet.

Pathologen, Laborärzte und Transfusionsmediziner

Sofern Pathologen, Laborärzte und Transfusionsmediziner Patientenkontakte haben, müssen sie sich an die TI anschließen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sie die Gebührenordnungsposition 12210 oder 19210 („Konsiliarpauschalen“) abrechnen – auch wenn das nur vereinzelt stattfindet. Denn hier fordert der Einheitliche Bewertungsmaßstab einen persönlichen Kontakt.

Pathologen, Laborärzte und Transfusionsmediziner, die keine Arzt-Patienten-Kontakte haben, müssen sich nicht zwingend um Konnektor und Co. kümmern. Trotzdem können diese Ärzte sich an die TI anschließen und erhalten auch die jeweiligen Pauschalen für die technische Ausstattung und den laufenden Betrieb.

Anästhesisten

Anästhesisten, die Patienten ausschließlich in der Praxis eines anderen Arztes aufsuchen und die Gebührenordnungsposition 05230 abrechnen, sind nicht verpflichtet sich an die TI anzuschließen. Wenn aber Anästhesisten Behandlungsfälle mit einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt  an ihrem Praxissitz abrechnen, dann müssen auch sie Versichertenstammdaten online abgleichen und sich deswegen an die TI anschließen.

Grundsätzlich können alle Anästhesisten sich an die TI anschließen; sie erhalten nur dann die Pauschalen für Konnektor, stationäres Lesegerät und ein mobiles Kartenlesegerät inklusive zusätzlichem Praxisausweis.

„Wir empfehlen allen Praxen, sich anzuschließen“, sagt Claudia Pintaric, Leiterin der IT-Kundendienste der KV Nordrhein. Denn der Online-Versichertenstammdatenabgleich sei lediglich die erste Anwendung der TI, das Notfalldatenmanagement, der elektronische Medikationsplan und die elek­tronische Patientenakte würden folgen. Die TI bietet die Basis für eine sichere elektronische Vernetzung von Ärzten, Psychotherapeuten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Apotheken.

Frank Naundorf

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