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KVNO begrüßt Landarztquote in NRW

15.03.2019 KVNO aktuell

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sein Ziel erreicht: Die sogenannte Landarztquote kommt. Am 19. Februar 2019 stellte Laumann die vom Kabinett verabschiedete Rechtsverordnung zum Landarztgesetz Nordrhein-Westfalen (LAG NRW) vor. Sie schafft die Grundlage für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die Landarztquote, bei der künftig nicht mehr allein die Abiturnote, sondern auch berufliche Vorkenntnisse und das praktische Können in Auswahlgesprächen zählen.

Das Bild zeigt einen jungen Mediziner

Junge Medizinerinnen und Mediziner gesucht. Die Landarztquote soll helfen, die ambulante hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

Zum Wintersemester 2019/2020 sollen die ersten Studierenden im Rahmen der Quote ihr Studium beginnen. Das LAG NRW war im Dezember 2018 vom Landtag verabschiedet worden. „Wir setzen die Landarztquote als erstes Bundesland zügig in die Tat um, um motivierte und qualifizierte Studierende zu finden, die in Zukunft als Hausärztinnen und Hausärzte in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Regionen arbeiten wollen“, so Laumann.

Die KV Nordrhein begrüßt die Initiative, die langfristig wirken soll: „Im Rahmen aller von der Politik, aber vor allem von den KVen angestoßenen Vorhaben zur künftigen Sicherstellung der ambulanten Versorgung in Nordrhein kann die ‚Landarztquote‘ ein sinnvolles zusätzliches Instrument sein, um mehr jüngere Medizinerinnen und Mediziner zu einer Tätigkeit in ländlichen Regionen zu bewegen“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Wir sehen auf Grundlage unserer kurz- und langfristigen Projektionen und Prognosen zur haus- und auch fachärztlichen Versorgung erhebliche Bedarfe. Bereits heute sind im Rheinland etwa 250 hausärztliche Stellen unbesetzt, auch in vielen Facharztgruppen ist der Nachwuchs rar.“

HSCH