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Mehr Geld für belegärztliche Geburtshelfer

15.03.2019 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Niedergelassene Gynäkologen erhalten rückwirkend zum 1. Januar 2019 mehr Geld. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Grund für den Honorarzuschlag sind die gestiegenen Haftpflichtprämien in der Geburtshilfe.

So steigt die Gebührenordnungsposition (GOP) 08411 für belegärztliche Geburten um 899 Punkte (97,30 Euro), für ambulante Geburten um 757 Punkte (81,93 Euro). Damit erhalten Ärzte über die Abrechnung geburtsmedizinischer Leistungen seit Januar fast doppelt so viel für ihre Haftpflichtversicherung wie zuvor.

Pro belegärztlicher Geburt sind das im Durchschnitt 214,29 Euro, also 97,30 Euro mehr als bisher. Bei 149 Geburten beispielsweise im Jahr – so viele Geburten begleiten Belegärzte im Durchschnitt – beläuft sich die Vergütung auf etwa 32.000 Euro.

Die gestiegenen Beiträge zur Haftpflichtversicherung haben dazu geführt, dass Frauenärzte immer öfter ihre belegärztliche Tätigkeit als Geburtshelfer einstellen mussten. Folge: Gerade in ländlichen Regionen mussten geburtsmedizinische Stationen nach und nach schließen. Dieser Trend soll nun durch den Honorarzuschlag nun aufgehalten werden.