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Patienten in Nordrhein gut versorgt

04.02.2019 KVNO aktuell

Der aktuelle Qualitätsbericht 2018 der KV Nordrhein zeigt, dass nordrheinische Patienten auf einem hohen Niveau versorgt werden.

Die Qualitätssicherung in der ambulanten medizinischen Patientenversorgung hilft den rund 19.500 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Nordrhein, ihre Patienten nach aktuellen fachlichen Standards und gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu versorgen. Rund 80 Prozent aller Leistungen unterliegen einer Qualitätssicherung und mehr als 70 Leistungen bedürfen einer Genehmigung durch die Kassenärztliche Vereinigung. Basis der hier dargelegten Daten für die Bereiche von Akupunktur bis Zervix-Zytologie ist das Jahr 2017.

Ein Aspekt: NPPV-Projekt

Der aktuelle Qualitätsbericht informiert zudem über das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte vierjährige Versorgungsmodell zur „Neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung“ in Nordrhein. Dieses Modell erprobt gemeinsam mit Kooperationspartnern eine gestufte und koordinierte Versorgung. Eine bestmöglich auf den Patienten zugeschnittene Versorgung soll mittels intelligenter Steuerung und Kooperation den Behandlungsprozess effizienter gestalten. Damit können Patienten in Akutsituationen schneller in die Behandlung geführt und auch Chronifizierungen von Erkrankungen weitestgehend verhindern werden.

Des Weiteren zeigt der Bericht die Entwicklung der Disease-Management-Programme (DMP), die seit dem Jahr 2002 sukzessive in Nordrhein etabliert wurden. Die dort vertraglich festgelegten Qualitätsziele haben nachweislich dazu geführt, dass sich die Versorgungsqualität verbessert hat. Allein in dem Zeitraum zwischen den Jahren 2008 und 2017 hat sich in Nordrhein sowohl die Zahl der in den DMP betreuten Patienten als auch die der teilnehmenden Ärzte stark erhöht. So stieg die Gesamtzahl der Patienten von knapp unter 650.000 auf fast 900.000 an, diejenige der Ärzte legte von etwa 5.800 auf fast 6.400 zu.

Zusätzlich beinhaltet der Bericht Beiträge zum „Critical-Incident-Reporting-System Nordrhein-Westfalen“. CIRS-NRW ist als ein Instrument des Risikomanagements bestens geeignet, sicherheitsrelevante Ereignisse in der Gesundheitsversorgung zu erkennen, zu analysieren und Maßnahmen zu deren Vorbeugung abzuleiten.

Am Beispiel der Vorsorgekoloskopie verdeutlicht der Bericht außerdem, wie durch konsequente Qualitätssicherung in der vertragsärztlichen Versorgung eine hohe Versorgungsqualität für Patienten sichergestellt wird. Eine kurze Zusammenfassung des Kongresses zur Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen beleuchtet die neuen Herausforderungen suchtmedizinischer Themen sowie die Fortbildungen für Ärzte und nicht ärztliches Personal im Rahmen der Substitution.

Sigrid Müller