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Palliativversorgung: Nachdenken über Netzwerke

29.01.2019 KVNO aktuell

Bei der Entwicklung und Ausgestaltung der Palliativversorgung war Nordrhein Vorreiter. Im Zuge einer gut besuchten Fortbildungsveranstaltung des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) am 11. Januar 2019 gab es einen Überblick über den Status quo, aktuelle Herausforderungen und den Wert des Angebots für alle Beteiligten.

Bei der Veranstaltung „Lokal vernetzt – Gut versorgt: Ambulante Palliativversorgung in Nordrhein“ referierten und diskutierten Akteure aus verschiedenen Bereichen der Palliativversorgung, wie es gelingen kann, unheilbar erkrankte Menschen und deren Angehörige in der noch verbleibenden Lebenszeit des Patienten bestmöglich zu unterstützen, Lebensqualität zu erhalten und ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. Für viele Patienten und deren Angehörige steht der Wunsch, im häuslichen Umfeld zu verbleiben, an erster Stelle. Vor allem in ländlichen Regionen besteht aufgrund der engeren Bindung zwischen Hausärzten und Patienten häufiger der Wunsch von Erkrankten, bis zum Lebensende vom eigenen Hausarzt im häuslichen Umfeld versorgt zu werden.

Das Bild zeigt eine Veranstaltung und die Besucher von hinten.

Bildergalerie der Veranstaltung

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Etwa 1.900 fortgebildete Haus- und Fachärzte aus 38 Versorgungsregionen nehmen in Nordrhein an der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV) teil, darunter 373 besonders qualifizierte Palliativärzte. Nordrhein verfügt damit über eine fast flächendeckende AAPV, bei der palliativmedizinisch qualifizierte Haus- und Fachärzte eng mit ambulanten Palliativpflege- und Hospizdiensten zusammenarbeiten.

„Eine gelungene Versorgung palliativmedizinischer Patienten und deren Angehöriger gelingt nur mit einer guten Vernetzung aller Beteiligten“, sagte Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Er kritisierte, dass einzelne Akteure das Erreichte gefährdeten – etwa durch die Kündigung der Verträge zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) durch die nordrheinischen Krankenkassen im vergangenen Jahr. Die SAPV wurde seit 2007 mit spezialisierten Palliative Care Teams eingerichtet – heute gibt es 28 SAPV-Versorgungsregionen in Nordrhein.

Dr. Martina Levartz | Dr. Vasiliki Böllinghaus-Nikolaou

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