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Ausstellung ab 12. März: Erfasst, verfolgt, vernichtet

29.01.2019 KVNO aktuell

Die Wanderausstellung „Erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus” befasst sich mit einer dunklen Zeit deutscher Geschichte. Vom 12. März bis 15. April ist die Ausstellung im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf zu sehen: täglich von 10 bis 20 Uhr. Am 13. März gibt es darüber hinaus ein Autorengespräch und am 10. April eine Veranstaltung für Mediziner und medizinisches Fachpersonal.

Bis zu 400.000 erkrankte und behinderte Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, über 200.000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der deutschen Gesellschaft, verantwortet von Psychiatern, Neurologen, Kinder- und anderen Fachärzten, von Verwaltungsfachleuten und Pflegekräften.

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie. Sie beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Die Ausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors entwickelt. Bis jetzt zählte die Ausstellung insgesamt 50 Orte in acht Ländern auf allen fünf Kontinenten. Mehr als 355.000 Besucher haben die Ausstellung bisher gesehen.