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Regionalkonferenz des Sachverständigenrats Gesundheit in Düsseldorf

27.11.2018 Praxisinfos

Auf seiner Tour durch Deutschland hat der Sachverständigenrat Gesundheit heute (27. November) im Haus der Ärzteschaft Station gemacht. Nach Frankfurt a. M., Hamburg und Halle stellten die Experten ihre Analysen und Empfehlungen bei der Regionalkonferenz West (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland) einem Fachpublikum in Düsseldorf vor.

Am 2. Juli dieses Jahres hatte der Sachverständigenrat Gesundheit sein Gutachten mit dem Titel „Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“ an das Bundesministerium für Gesundheit übergeben. In ihrer Begrüßung lobten die Hausherren die Arbeit des Rates: „Ich freue mich sehr darüber, dass der SVR bei uns Station macht und – wie bei uns Ärzten – eine informierte, partizipative Entscheidungsfindung möglich macht“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, verwies darauf, dass „der Diskurs zu Versorgungsthemen im Haus der Ärzteschaft Tradition hat. Insofern sind die Vorstellung ihres Gutachtens und die Diskussion dazu in diesem Haus gut verortet.“ Viele Versorgungsfragen seien detailliert und pointiert dargestellt – die Vorschläge würden polarisieren und seien daher gut geeignet, Kompromisse zu finden.  

Das Bild zeigt eine Gruppe Menschen.

Geballter Sachverstand auf der SVR-Regionalkonferenz: Dr. med. Frank Bergmann, KVNO-Vorsitzender, Moderatorin Petra Schwarz, die SVR-Mitglieder Prof. Eberhard Wille, Prof. Jonas Schreyögg, Prof. Dr. med. Petra A. Thürmann und SVR-Vorsitzender Prof. Ferdinand Gerlach, Dr. med. Peter Enders (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit, Pflege und Demografie des Landtags Rheinland-Pfalz, Helmut Watzlawik, Leiter der Abteilung Gesundheit MAGS, Prof. Wolfgang Greiner, Mitglied SVR, KVNO-Vize Dr. med. Carsten König und Prof. Marion Haubitz, Mitglied SVR (v.l.n.r.).

Prof. Ferdinand Gerlach stellte als Vorsitzender des Sachverständigenrates zunächst die Grundzüge des Gutachtens vor, das sich in einem Schwerpunkt mit der Verschränkung des ambulanten Bereitschaftsdienstes und der Klinikambulanzen befasst. Er räumte ein, dass das Gutachten mit seinen 780 Seiten und 70 Einzelempfehlungen „nicht leicht verdaulich sei“ und eben deshalb erstmals Regionalkonferenzen geplant worden seien, denn: „Viele der Themen betreffen die Länder.“

Zum Beispiel die Krankenhausplanung und -finanzierung. Helmut Watzlawik, Leiter der Abteilung Gesundheit des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, vertrat Minister Karl-Josef Laumann und machte deutlich, dass die Länder den Hut aufbehalten wollten, trotz der Kritik des SVR an deren fehlenden Investitionen in die Kliniken. Watzlawik ging direkt auf Überkapazitäten an Kliniken in Nordrhein-Westfalen ein, verwies aber auf das Ergebnis eines entsprechenden Gutachtens, das im Sommer 2019 vorliegen soll. Desweiteren berichtete er über ein Konsenspapier mit den Krankenkassen und den Kassenärztlichen Vereinigungen des Landes über die flächendeckende Einrichtung von Portalpraxen bis 2022. Dabei werde sich nicht an jedem Klinikstandort eine solche Praxis einrichten lassen, so Watzlawik. Wo es sie gebe, seien aber ein gemeinsamer Tresen und eine Triagierung zur Ermittlung des Behandlungsbedarfs essentiell.

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