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Seit 1. April: Psychotherapeuten können Reha und Soziotherapie verordnen

10.04.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können seit 1. April 2018 Leistungen zur Verordnung von medizinischer Rehabilitation und Soziotherapie bei bestimmten Diagnosen abrechnen.

Neu ist auch, dass das Ausstellen der Verordnungen ab April für alle abrechnungsberechtigen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten extrabudgetär vergütet wird. Bislang wurde die Verordnung einer medizinischen Reha durch Ärzte aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt und damit nicht zu festen Preisen. Bei der Soziotherapie wäre die Regelung zur extrabudgetären Vergütung Ende des Monats ausgelaufen.

Nach dem Beschluss des Bewertungsausschusses erhalten Psychotherapeuten für die Erst- und Folgeverordnung einer Soziotherapie jeweils 17,90 Euro (168 Punkte). Um die Leistung abrechnen zu können, benötigen sie eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung. Die Abrechnung der Erstverordnung erfolgt über die Gebührenordnungsposition (GOP) 30810, die Folgeverordnung über die GOP 30811.

Die Verordnung einer Rehabilitation wird mit 32,18 Euro (302 Punkte) vergütet. Die Abrechnung erfolgt über die GOP 01611. Für das Ausstellen der Verordnung verwenden Psychotherapeuten das Formular 61, das in den Praxisverwaltungssystemen hinterlegt ist.

Broschüre für Psychotherapeuten

Um Vertragspsychotherapeuten beim Thema Verordnung zu unterstützen, hat die KBV eine Broschüre herausgegeben. Das Serviceheft „PraxisWissen: Hinweise zur Verordnung für Psychotherapeuten“ ist am 10. April dem Deutschen Ärzteblattes für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PP-Ausgabe) beigelegt worden.

Darin sind auf 16 Seiten wichtige Regeln zur Verordnung zusammengestellt. Vertragspsychotherapeuten erfahren, dass generell dieselben Vorgaben gelten wie für Vertragsärzte, so werden zum Beispiel die gleichen Verordnungsformulare verwendet. Doch es gibt auch Unterschiede und Besonderheiten, vor allem beim Indikationsspektrum, die vorgestellt werden.

Informationen der KBV

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