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KBV-Versichertenbefragung: Rheinländer mit Ärzten und Therapeuten überdurchschnittlich zufrieden

28.08.2018 Pressemitteilungen

Bei der diesjährigen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) schneiden die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Nordrhein zum wiederholten Male sehr gut ab. Die gesetzlich Versicherten aus dem Rheinland gaben zu 92 Prozent an, ein "gutes" bis "sehr gutes" Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt oder Psychotherapeuten (Bund: 91 Prozent) zu haben und beurteilten die Fachkompetenz ihres Behandlers zu 93 Prozent mit "gut" bis "sehr gut" (Bund: 92 Prozent). "Das sind hervorragende Ergebnisse, über die ich mich sehr freue. Sie zeigen, dass die Patienten die Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie der Psychotherapeuten wertschätzen", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Wartezeiten: Schneller Zugang zu Fachärzten in Nordrhein

Ein wesentlicher Aspekt der jährlichen Versichertenbefragung ist das Thema Wartezeiten auf Arzttermine. Direkt danach gefragt, antwortete die große Mehrheit (82 Prozent) der Rheinländer, die Wartezeit auf den letzten notwendigen Arztbesuch nicht als zu lang empfunden zu haben. Bundesweit teilten 80 Prozent der Befragten diesen Eindruck. Ebenfalls bemerkenswert: Die Patienten aus Nordrhein haben im Vergleich zum Bund überdurchschnittlich schnell Zugang zu hiesigen Fachärzten: 33 Prozent mussten auf ihren letzten Facharzt-Termin entweder gar nicht oder höchstens drei Tage warten, im Bund waren es 27 Prozent. Auch die Zahl der Patienten, die länger als drei Wochen auf ihren Facharzt-Termin warten mussten, lag in Nordrhein mit 20 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt von 32 Prozent. Die Wartezeit auf einen Termin beim Hausarzt betrug für 52 Prozent der Befragten aus Nordrhein maximal drei Tage (Bund 56 Prozent).

Kurze Wartezeiten auch in den Praxen

Als im Bundesvergleich überdurchschnittlich kurz erweisen sich nach Angaben der Befragten auch die Wartezeiten in den nordrheinischen Praxen. Auf die Frage, wie lange sie zuletzt in der Sprechstunde warten mussten, bis sie an der Reihe waren, gab die Hälfte der Befragten eine Wartezeit von maximal 15 Minuten an (Bund: 43 Prozent). Besonders zügig lief es dabei in den Facharztpraxen – für 55 Prozent der Patienten ging es entweder sofort oder innerhalb von 15 Minuten ins Behandlungszimmer (Bund: 47 Prozent). Bei den Hausärzten gaben 48 Prozent der Versicherten aus dem Rheinland diese Zeiten an (Bund: 41 Prozent).

Hausärzte in Nordrhein: Wichtige Lotsen bei der Pflege

Dass die nordrheinischen Hausärzte bei ihren Patienten großes Vertrauen genießen, wird auch beim Thema Pflege deutlich. Im Vergleich mit ihren Kollegen im Bundesgebiet sprachen die nordrheinischen Hausärzte mit 67 Prozent überdurchschnittlich oft über die Pflegesituation in der Familie oder bei nahestehenden Personen (Bund: 59 Prozent).

Weitere Erkenntnis: Mehrheitlich zeigen sich die Rheinländer offen für die elektronische Patientenakte, die die gesetzlichen Krankenkassen nach den jüngsten Plänen des Gesetzgebers ihren Mitgliedern bis 2021 anbieten müssen. 68 Prozent der Befragten fänden eine solche Anwendung gut (Bund: 64) und glauben mehrheitlich (61 Prozent) an eine sich dadurch insgesamt verbessernde Behandlung. Allerdings: Etwa jeder dritte Befragte aus dem Rheinland äußerte aber auch Bedenken in Puncto Datenschutz/-missbrauch oder sähe seine medizinischen Daten am liebsten in den Händen seines behandelnden Arztes aufgehoben.

Für die diesjährige Versichertenbefragung der KBV hat die Forschungsgruppe Wahlen Telefonfeld GmbH von April bis Juni 2018 bundesweit insgesamt rund 6.000 zufällig ausgewählte Bürger telefonisch befragt, darunter gut 570 aus dem Bereich Nordrhein. Die Befragungen finden bereits seit über zehn Jahren im Jahresrhythmus statt.