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„Wettbewerb der Kassen nicht auf dem Rücken von Ärzten und Patienten austragen“

19.02.2018 Pressemitteilungen

Zur jüngsten Berichterstattung rund um das Thema „Versorgungsstärkungsverträge“ und ihre rechtliche Bewertung erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein:

Das Foto zeigt Dr. med. Frank Bergmann; Foto: Th. Hieronymi/FotoHiero.de

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein; © Hanne Engwald, KVNO

„Die gezielt initiierte Debatte um die in Nordrhein und in anderen Bundesländern vergleichbar abgeschlossenen neuen Versorgungsstärkungsverträge entfernt sich immer weiter von dem eigentlichen Gegenstand und Ziel dieser Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und KVen: einer intensiveren Betreuung und Versorgung von schwerkranken Patienten, verbunden mit einer vollständigen, sachgerechten Kodierung ihrer Erkrankungen.

Die KV Nordrhein geht davon aus, dass wir rechtssichere Verträge geschlossen haben – das gilt auch für den „Vertrag zur Verbesserung der patientenorientierten medizinischen Versorgung“ mit der Techniker Krankenkasse (TK), der nach unseren Informationen dem Bundesversicherungsamt (BVA) vorliegt. Einen entsprechenden Mustervertrag hat die TK nach ihren Angaben vom BVA prüfen lassen.

Wir wollen und müssen sicherstellen, dass wir die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten auf der Basis nachhaltig rechtssicherer und praxisorientierter Vereinbarungen besser versorgen können als es innerhalb der Regelversorgung möglich ist. Dies muss das Ziel aller Beteiligten sein. Die offenbar vor allem dem Wettbewerb unter den Krankenkassen und unterschiedlichen Bewertungen der neuen Versorgungsstärkungsverträge geschuldete aktuelle Diskussion verunsichert unsere Mitglieder und deren Patientinnen und Patienten. Wir fordern daher, diese Debatte so schnell wie möglich zu beenden.