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"Arthrose, Rheuma und Co.: Wenn jede Bewegung zur Qual wird" – Experten der KV Nordrhein geben Tipps

14.03.2018 Gesundheitstipps, Pressemitteilungen

Wenn jede Bewegung Schmerzen verursacht, können dahinter viele Gründe stecken, die häufig unter dem Oberbegriff Rheuma zusammengefasst werden. Was ist der Unterschied zwischen Verschleiß, entzündlichen, rheumatischen Erkrankungen sowie chronischen Schmerzleiden – und wie geht man damit im Alltag um?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es bei einer kostenlosen Ratgeberveranstaltung unter dem Titel „Arthrose, Rheuma und Co.: Wenn jede Bewegung zur Qual wird“, zu der die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein in Kooperation mit dem Rhein-Boten und der NRZ einlädt. Sie findet am Dienstag, 20. März 2018, von 18 bis 19.30 Uhr im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9 in Düsseldorf, statt.

Bewegung unterstützt die Therapie

Elke Knipker, Internistin und Rheumatologin aus Oberhausen, erläutert die Unterschiede zwischen häufigen rheumatischen Erkrankungsbildern wie Arthrose und Arthritis, Rheuma sowie chronischen Schmerzsyndromen. Die Spezialistin stellt therapeutische Möglichkeiten vor, die helfen können. „Dazu zählen bei Arthritis neben Medikamenten wie Antirheumatika auch die so genannten Biologika“, sagt Elke Knipker. „Das sind biotechnologisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die sich gegen bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers richten.“ Die Ärztin wird zudem die Vorteile einer Bewegungstherapie darstellen.

In Bewegung bleiben – so lautet auch ein wichtiger Rat von Elisabeth Stegemann-Nicola, die als Beraterin der Deutschen Rheuma-Liga NRW aus ihrem Alltag berichtet und Betroffenen Tipps gibt. Sie betont: „Wenn der Verdacht auf Rheuma besteht, sollte man auf jeden Fall zu einem Facharzt für Rheumatologie gehen. Wer zu lange damit wartet, riskiert Schäden an den Gelenken, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können.“ In guter Zusammenarbeit mit dem behandelnden Mediziner sollten Patienten Experten in eigener Sache werden – was für Stegemann-Nicola bedeutet: „Aktiv werden, gut für sich selbst sorgen und auf diese Weise den Teufelskreis der Schmerzen durchbrechen.“ Sie selbst lebt seit mehr als 20 Jahren mit ihrer Erkrankung und hat positive Erfahrungen damit gemacht, sich selbst zu helfen.

Zu den praktischen Unterstützern im Alltag zählen für die ehrenamtliche Rheuma-Beraterin zum Beispiel eine Freisprechanlage, um das Telefon nicht halten zu müssen – oder E-Book-Reader und Hörbücher, wenn das Buch für die Hände zu schwer zu werden droht. Bei der Hausarbeit nutzt sie Rolluntersätze, wenn Wäschekörbe oder große Blumentöpfe bewegt werden müssen. Auch die Einkäufe werden gerollt statt getragen – mit Trolleys oder Rucksäcken, die genauso gezogen werden können. Und im Schrank stehen bei ihr hübsche Salatschüsseln aus Kunststoff statt aus schwerem Steingut oder Porzellan. Viele weitere Hinweise wird es im Gespräch mit dem Publikum beim „Ratgeber Gesundheit“ geben.

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