Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Rund 400 Besucher beim 21. Praxisbörsentag in Köln

24.09.2018 Pressemitteilungen

Der Praxisbörsentag der KV Nordrhein mit seiner einmaligen Mischung aus Information, Begegnungen und Gesprächen fand am 22. September zum zweiten Mal im Kölner Maternushaus statt. Die etwa 400 Besucher beschäftigten sich vor allem mit der Praxissuche und -abgabe. Dank der KVNO-Berater und zahlreicher Aussteller gab es ein Komplettangebot an Hinweisen rund um die Niederlassung.

Nach dem erfolgreichen Jubiläums-Praxisbörsentag am 5. Mai in Düsseldorf – dort fand die 20. Ausgabe des Erfolgsformats statt – hatte die KV Nordrhein am 22. September wieder nach Köln eingeladen. Aufgrund der hohen Besucherzahl nutzte die KVNO erneut das Maternushaus als adäquate Bühne.

Unter den Besuchern am Samstag waren überwiegend Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die entweder Nachfolger für die eigene Praxis oder nach einer geeigneten Praxis für den Einstieg in die Niederlassung suchten. Unter anderem bei einem „Meet and Greet“, in dem sich die Gruppen teilten und sich zum Beispiel 100 abgebende und suchende Hausärztinnen und Hausärzte trafen und ins Gespräch kamen.

Die rund 200 „Suche“- und „Biete“-Anzeigen, die inzwischen digital über die KV Börse erzeugt werden und auch vor Ort an Terminals aufgegeben werden konnten, bildeten das Herzstück des Infomarktes. Auf diesem konnten die Besucher nicht nur die Unterstützung der KVNO-Berater zu den Themen Niederlassung, Abrechnung und Praxis-IT in Anspruch nehmen, sondern auch externe Aussteller und Dienstleister treffen, darunter die Stadt Wiehl. Die Kommune aus dem Bergischen Land präsentierte sich mit ihrer Wirtschaftsförderung zum zweiten Mal auf dem Praxisbörsentag und warb vor Ort um Nachwuchsmediziner.

Vor- und nachmittags sorgten Referenten mit Vorträgen für einen kompletten Überblick über die Möglichkeiten, Rechte und Pflichten der Tätigkeit als Vertragsarzt oder -psychotherapeut in Nordrhein. Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, hatte die Teilnehmer zu Beginn über die aktuelle Situation der ambulanten Versorgung sowie Optionen für die Niederlassung und Fördermöglichkeiten wie den neuen Strukturfonds in Nordrhein aufgeklärt.

Das Foto zeigt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein am Stand der Stadt Wiehl

Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein am Stand der Stadt Wiehl

„Lassen Sie sich nieder!“ rief König Nachwuchsmedizinern und Teilnehmern zu, die bisher in anderen Bereichen tätig sind. „Wir wissen, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen zunächst als Angestellte arbeiten wollen und Aufwand und Risiken der Selbstständigkeit scheuen – das liegt vor allem an veränderten Lebensbedingungen. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass die Flexibilität in eigener Praxis größer ist.“

König ging auch ausführlich auf die Initiativen der KV Nordrhein, aber auch der Kommunen und des Landes Nordrhein-Westfalen ein, die zum Ziel haben, mehr  Nachwuchsmediziner für die Niederlassung zu gewinnen – insbesondere für die hausärztliche Tätigkeit in ländlichen Gegenden. „Es ist gut, dass es jetzt mehr Studierende geben soll und Fördermöglichkeiten wie beim Quereinstieg in die Allgemeinmedizin geschaffen werden. Damit aber hätten nicht nur Politiker, sondern alle Beteiligten früher beginnen müssen, denn schon vor langer Zeit war erkennbar, wie sich der Markt entwickeln würde. Umso wichtiger sind Angebote wie unser Praxisbörsentag, der Ihnen den Zugang zu diesem Markt erleichtert“, sagte König.