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Städte Köln und Frechen: Änderungen im ambulanten Notdienst ab 1. Januar 2019

29.11.2018 Pressemitteilungen

Bei der Struktur des ambulanten Notdienstes im linksrheinischen Bereich der Stadt Köln sowie in der Stadt Frechen gibt es zum Januar 2019 Änderungen, die Patienten und Ärzte betreffen.

Neues Angebot: Notdienstpraxis an der Uniklinik

Am Dienstag, den 15. Januar, wird an der Uniklinik Köln in Lindenthal eine neue Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte ihren Betrieb aufnehmen. Im Falle akuter Gesundheitsbeschwerden kann dort künftig montags, dienstags und donnerstags zwischen 18 und 24 Uhr, mittwochs und freitags zwischen 13 und 23 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen zwischen 9 und 21 Uhr der ambulante Notdienst aufgesucht werden. Die neue Einrichtung ist zentral auf dem Campus der Uniklinik Köln im Gebäude 43 der Orthopädie und Unfallchirurgie (Joseph-Stelzmann-Straße 24) untergebracht. Patienten können die Praxis täglich außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten direkt aufsuchen.

"Mit der Eröffnung der neuen Notdienstpraxis können wir die Patientenversorgung noch weiter verbessern und setzen zudem die Vorgaben des Gesetzgebers um, der bei der Notfallversorgung eine enge Kooperation zwischen den niedergelassenen Ärzten und Kliniken fordert", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Betriebsende von drei umliegenden Notdienstpraxen

Mit dem Start der Notdienstpraxis in der Uniklinik sind weitere Änderungen in der linksrheinischen Notdienststruktur verbunden: Zum 1. Januar stellen die ebenfalls in Lindenthal, am Evangelischen Krankenhaus (Weyertal 76) gelegene Notdienstpraxis sowie die Notdienstpraxen am Krankenhaus der Augustinerinnen (Jakobstraße 27-31) und in Köln-West (Bunzlauer Straße 1) ihren Betrieb ein. Die ambulante Versorgung außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten erfolgt künftig in der neuen Anlaufstelle an der Uniklinik oder in den umliegenden Notdienstpraxen der KV Nordrhein am St. Antonius Krankenhaus (Schillerstraße 23) oder am St. Franziskus-Hospital (Schönsteinstraße 63).

"Für die Konzentration des Notdienstes an der Uniklinik gibt es eine Reihe von Gründen", sagt Dr. med. Jürgen Zastrow, Vorsitzender der KV-Kreisstelle Köln. "Bei den Praxen am EVK und am Krankenhaus der Augustinerinnen handelt es sich um Standorte, die nur an wenigen Wochentagen öffnen. In Köln-West ist die Praxis lediglich in gewerblichen Räumen, ohne Anbindung an ein Krankenhaus, untergebracht. An der Uniklinik haben die Patienten jetzt eine täglich geöffnete Anlaufstelle und schwerwiegende Notfälle können direkt an die nahen Fachkliniken weitergeleitet werden", so Zastrow. Ein weiteres Motiv für die neue Kooperation sei die hohe Zahl an ambulanten Notfällen gewesen, die die Mediziner des Universitätsklinikums zusätzlich zu ihren stationären Patienten versorgen mussten. "Ziel unserer neuen Praxis ist es deshalb auch, das medizinische Personal der Uniklinik von Bagatellfällen zu entlasten und den Patienten schneller eine bedarfsgerechte Behandlung zukommen zu lassen."

Neue Praxis auch Anlaufstelle für Bürger aus Frechen

Eine weitere zum 1. Januar geltende Änderung betrifft den ambulanten Notdienst für die Stadt Frechen. Der bislang von den örtlichen Ärzten in deren eigenen Praxen wechselweise organisierte Notdienst in der Stadt wird nicht mehr angeboten. Stattdessen erfolgt die ambulante Notdienstversorgung künftig in einer zentral gelegenen Notdienstpraxis: Bürger aus Frechen können ab Januar entweder die neue Praxis an der Uniklinik oder die bereits bestehende, ebenfalls täglich geöffnete Notdienstpraxis in Bergheim (Klosterstraße 2) aufsuchen. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aus Frechen werden ihren Notdienst künftig in Lindenthal leisten.

Wichtig: Von den Änderungen bei den Notdienstpraxen sowie von der Diensteinteilung der Ärzte unberührt ist die Versorgung bettlägeriger Patienten, die keine Notdienstpraxis aufsuchen können. In diesen Fällen kann über die kostenlose Rufnummer 116117 der Arztrufzentrale NRW weiterhin ein ärztlicher Hausbesuch erfragt werden.