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Ergebnis der Honorarverhandlungen im Bund für 2019

22.08.2018 Honorar, Pressemitteilungen

Im Erweiterten Bewertungsausschuss einigten sich am 21. August die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen auf wesentliche Punkte. Der Orientierungswert wird im kommenden Jahr um 1,58 Prozent steigen – dies entspricht einer Summe von rund 550 Millionen Euro. Die Veränderungsrate für die Morbidität wird nach vorläufigen Berechnungen einen zusätzlichen Vergütungsumfang von rund 70 Millionen Euro umfassen.

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein begrüßt im Grundsatz die in Berlin erzielte Einigung, betont allerdings, dass „es nach wie vor bei der Problematik eines dringend renovierungsbedürftigen Einheitlichen Bewertungsmaßstabs sowie einer nicht hinreichend finanzierten morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bleibt. Diese Probleme können bekanntermaßen durch das Instrument jährlicher Honoraranpassungen nicht gelöst werden“, so Bergmann.

In den Verhandlungen über den Orientierungswert hatte die KBV unter anderem die gestiegenen Kosten für Personal, Miete usw. zur Begründung angeführt und neben den Preiskomponenten auch die hohen Mehrausgaben der Praxen geltend gemacht, die durch die Umsetzung verschärfter Hygienevorschriften und der Datenschutz-Grundverordnung entstanden sind.

Diese Entwicklung wurde in den Verhandlungen von beiden Seiten dem Grunde nach anerkannt. Zur Bezifferung der Summe hatte das Institut des Bewertungsausschusses einen Prüfauftrag erhalten.

Im Interview mit KV-on, dem digitalen Webkanal der KBV, nimmt KBV-Chef Dr. med. Andreas Gassen eine Bewertung der Einigung vor.