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KV Nordrhein bestürzt über Angriff auf Arzt

26.03.2018 Pressemitteilungen

Der gewalttätige Angriff auf einen Arzt in der Düsseldorfer Notdienstpraxis am Evangelischen Krankenhaus am frühen Samstagmorgen (24. März) hat bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein große Bestürzung ausgelöst.

„Die Tat macht mich sehr betroffen. Leider sind Ärzte, Rettungssanitäter und Pflegekräfte sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich immer häufiger Opfer auch von körperlicher Gewalt. Die zunehmende Aggressivität im Alltag und der Mangel an Respekt vor anderen, insbesondere Helfern, macht auch vor Arztpraxen nicht mehr Halt”, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Erst im vergangenen Jahr kam eine bundesweite Studie der TU München unter 1500 Hausärzten zu dem Ergebnis, dass die überwiegende Mehrheit der Mediziner im Verlauf ihrer Tätigkeit mit aggressivem Verhalten von Patienten konfrontiert worden war. Auch aus diesem Grund ist das Thema „Gewalt in Praxen” ein zentraler Bestandteil der aktuell laufenden Befragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zum Ärztemonitor 2018, dessen Ergebnisse Mitte des Jahres vorliegen werden.

Um Ärzte und medizinisches Personal im Rheinland auf die Bewältigung kritischer Situationen vorzubereiten, veranstaltet die KV Nordrhein regelmäßig spezielle Kurse und Kommunikations-Trainings, in denen unter anderem Deeskalationsstrategien und präventive Maßnahmen für den Praxisalltag vermittelt werden. „Gleichwohl werden wir den Zugang zu Ambulanzen oder Arztpraxen nicht so kontrollieren können, dass sich solche Vorfälle gänzlich ausschließen lassen.”