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Neue Kinder-Notdienstpraxis in Mönchengladbach hat den Betrieb aufgenommen

28.06.2018 Pressemitteilungen

Ab Sonntag, 1. Juli, können Eltern aus Mönchengladbach und dem Kreis Heinsberg bei akuten Beschwerden mit ihren Kindern abends, nachts und am Wochenende die neue Notdienstpraxis am Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach-Rheydt aufsuchen.

Gestern, am 27. Juni, wurde die Praxis, die zum Start zunächst in bunten Containern gegenüber der Kinderklinik untergebracht ist, offiziell Politikern und Pressevertretern vorgestellt. Die neue Einrichtung wird von der KV Nordrhein in Kooperation mit dem Krankenhaus betrieben.

Einer der wichtigsten Initiatoren der neuen Praxis ist der in Mönchengladbach niedergelassene Pädiater Dr. med. Jörg Hornivius. "Ich bin froh, dass es am 1. Juli losgeht und werde selbst den ersten Dienst übernehmen. Für das verbesserte Angebot beim kinderärztlichen Notdienst habe ich mich über viele Jahre eingesetzt", sagte er bei der Eröffnung. "Ich danke allen, die daran beteiligt waren und vor allem dem Vorstand der KV Nordrhein, Herrn Dr. Bergmann und Herrn Dr. König. Der Vorstand hat uns dazu animiert und konsequent unterstützt."

Zu den Unterstützern der Einrichtung gehörten unter anderem die Vorsitzenden der KV-Kreisstellen Mönchengladbach und Heinsberg, Dr. med. Arno Theilmeier und Heinz-Josef Vergoßen. Theilmeier lobte: "Dr. Hornivius hat die wesentlichen Verdienste um die Einrichtung der Praxis erworben."

Das Bild zeigt mehrere Menschen vor bunten Containern.

(v. l.) Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister von Mönchengladbach, Annette Hagedorn, Kinderärztin und Koordinatorin für den Kreis Heinsberg, Mathias Jorde, Ärztekammer Nordrhein, Dr. med. Arno Theilmeier, Vorsitzender der KV-Kreisstelle Mönchengladbach, Prof. Dr. med. Wolfgang Kölfen, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Horst Imdahl, Klinik-Geschäftsführer, Jochen Klenner, NRW-Landtagsabgeordneter und Dr. med. Jörg Hornivius, Kinderarzt, Initiator und Koordinator für Mönchengladbach.

Für den KVNO-Vorstand ist die Praxis ein wichtiger Baustein beim Ausbau der Notdienststrukturen im Rheinland. "Wir sichern die Versorgung der Patienten und erweitern die Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken", betont Dr. med. Carsten König.

Auch die Verantwortlichen des Elisabeth-Krankenhauses begrüßen die Zusammenarbeit: "Eltern mit kranken Kindern haben eine einheitliche Anlaufstelle, an der die kinderärztliche ambulante Notfallversorgung für die Stadt Mönchengladbach und den Kreis Heinsberg erfolgt. Unnötige zeitraubende Wege werden überflüssig, da das Klinikteam umgehend die Versorgung übernimmt, wenn eine ambulante Notfallbehandlung nicht mehr ausreicht. Diese Verbesserung ist ein echtes Plus für kranke Kinder und deren Eltern", sagte Prof. Dr. med. Wolfgang Kölfen, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin.

Kinderärztlicher Notdienst künftig auch für den Kreis Heinsberg

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zeigte sich angetan: "Von außen wirken die bunten Container sehr einladend – auch wenn es nur eine Übergangslösung ist, bis der Neubau der Kinderklinik steht. Für Eltern wird es aber eine Erleichterung sein, künftig nur noch eine zentrale Anlaufstelle zu haben."

Mit dem Start der neuen Kinder-Notdienstpraxis in Mönchengladbach sind organisatorische Veränderungen verbunden. So bildet die Stadt Mönchengladbach zusammen mit den Kreisen Heinsberg und Viersen ab Juli einen gemeinsamen kinderärztlichen Notdienstbezirk. Durch diese Neuregelung kann erstmals auch für den Kreis Heinsberg ein kinderärztlicher Notdienst angeboten werden. In dem neu aufgestellten Notdienstbezirk werden künftig insgesamt 60 niedergelassene Kinderärzte aus der Region ihre vertragsärztlichen Notdienste wechselweise versehen. Die Einrichtung wird von der KV Nordrhein in Kooperation mit dem Elisabeth-Krankenhaus betrieben.