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NRW-Patientenbeauftragte und Selbsthilfevertreter besuchten Arztrufzentrale in Duisburg

07.11.2018 Pressemitteilungen

Die Arztrufzentrale NRW (ARZ) in Duisburg ist der Dreh- und Angelpunkt für Anrufer aus Nordrhein-Westfalen, die den ambulanten Notdienst unter der Hotline-Nummer 116117 kontaktieren – im vergangenen Jahr bearbeitete die ARZ rund 1,2 Millionen Anrufe. Entsprechend groß ist das Interesse an der Einrichtung auch auf Patientenseite und bei Patientenvertretern – dies zeigte der Besuch von Claudia Middendorf, der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten der nordrhein-westfälischen Landesregierung, sowie 15 Vertretern von Selbsthilfegruppen, die sich jetzt über die Arbeit der ARZ vor Ort informierten. Eingeladen hatte die Besucher die Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Die KV Nordrhein möchte die bundesweite, für Patienten kostenlose  Nummer 116117 und ihre Services noch bekannter machen und hat sich dazu bereits im vergangenen Jahr an einer bundesweiten Kampagne beteiligt – im kommenden Jahr plant die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die nächste, auf drei Jahre angelegte Kampagne. „Die KV Nordrhein nimmt die Patienten jetzt schon mit“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, zur Begrüßung der Patientenbeauftragten. „Wir wollen den Patienten die 116117 näherbringen und zeigen, welchen Aufwand wir bereits heute für die Organisation des ambulanten Notdienstes leisten.“ Dazu lag dem KVNO-Chef daran zu vermitteln, wie die Notdienstangebote in Nordrhein und der Service der 116117 weiterentwickelt werden. „Wie von uns geplant und inzwischen auch vom Gesetzgeber gefordert, wollen wir die ambulante Notfallversorgung mit der Arbeit der Klinikambulanzen enger verzahnen, um den Patienten vor Ort die für sie adäquate Versorgung bieten zu können.“

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Dr. Michael Klein (Geschäftsführer der Arztrufzentrale NRW), Stephanie Theiß (Leiterin der KOSA), Claudia Middendorf (NRW-Patientenbeauftragte) und Dr. Frank Bergmann (KVNO-Vorstandsvorsitzender) in der Arztrufzentrale NRW (v.l.n.r.).

Die Patientenbeauftragte zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit der Arztrufzentrale: „Ich habe mich sehr darüber gefreut, die Arbeit der Arztrufzentrale einmal genauer kennenzulernen. Für den produktiven Austausch sowie die Anregungen, die ich mit nach Düsseldorf nehme, bin ich sehr dankbar. Die Hotline stellt für die Patientinnen und Patienten eine gute Hilfestellung dar, um sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden. Es ist mir daher ein großes Anliegen, die Servicenummer 116117 noch bekannter zu machen und stehe den Beteiligten dafür gerne als Botschafterin zur Seite.“

In der Arztrufzentrale arbeiten insgesamt 156 Mitarbeiter, von denen viele ehemals im Rettungsdienst tätig waren und entsprechende Erfahrungen mitbringen. Sie nehmen Anrufe von Patienten entgegen und koordinieren im Bedarfsfall notwendige Hausbesuche. „Die durchschnittliche Wartezeit bis zur Annahme eines Telefonats beträgt derzeit rund drei Minuten. Das ist allerdings stark von der Inanspruchnahme abhängig – an Wochenenden, Feiertagen oder bei besonders hohem Krankheitsaufkommen wie der Grippewelle in diesem Jahr kann auch mehr Geduld gefragt sein“, erläuterte Dr. Michael Klein, Geschäftsführer der Arztrufzentrale.

Um den Service der Arztrufzentrale und die Patientensteuerung zu verbessern, wird zurzeit an verschiedenen Projekten gearbeitet. So soll eine neue Software ab dem kommenden Jahr auch in der Arztrufzentrale dabei helfen, eine Ersteinschätzung der Beschwerden eines Anrufers und der Dringlichkeit seiner Behandlung zu erleichtern. „So erhalten Patienten zielgenauer die für sie jeweils notwendige Versorgung“, so Klein. Das Internet und eine App werden künftig stärker als Kommunikations- und Informationswege genutzt, um die Zahl der Anrufer, die zum Beispiel nur nach dem Standort der nächsten Notdienstpraxis fragen, zu reduzieren. Dazu steht in Köln ein Pilotprojekt mit der dortigen Integrierten Leitstelle in den Startlöchern, die den Rettungsdienst koordiniert. Eine enge Zusammenarbeit, die auch den Rettungsdienst entlasten soll, wird von der KV Nordrhein entschieden befürwortet.

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