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Männergesundheit im Fokus: Infoveranstaltung der KVNO mit namhaften Referenten und Doc Esser

09.10.2018 Gesundheitstipps

Auf dem Plakat zur Ankündigung der Patientenveranstaltung „Geht ein Mann zum Arzt …“ waren nur leere Stühle zu sehen – dass Männer „Gesundheitsmuffel“ sind und Ärzte so selten wie möglich aufsuchen, war eine These, die die Referenten am Montagabend in Düsseldorf überprüften. Rund 70 Besucher, darunter nicht nur Männer, informierten sich in sechs Kurzvorträgen und einer anschließenden Fragerunde über das Thema „Männergesundheit“ – das Spektrum reichte von „Depressionen“ über „Impfen“ bis hin zu Sport und Bewegung. Der Pneumologe Dr. Heinz Wilhelm Esser – besser bekannt aus dem WDR Fernsehen als „Doc Esser“ – führte durch den Abend und bestätigte aus eigener Erfahrung, dass Männer sich mit der eigenen Gesundheit und entsprechenden Erkrankungen sehr schwer tun.

Das Bild zeigt die Referenten des Abends: Dr. med. Carsten König, Moderator Dr. Heinz WIlhelm Esser, Dr. Med. Frank Bergmann, Dr. med. Ulrike Haars, Prof. Dr. med. Patrick J. Bastian, Rubin Mogharrebi und Urs Schaden

(v. l.) Die Referenten des Abends: Dr. med. Carsten König, Moderator Dr. Heinz Wilhelm Esser, Dr. med. Frank Bergmann, Dr. med. Ulrike Haars, Prof. Dr. med. Patrick J. Bastian, Rubin Mogharrebi und Urs Schaden

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandssitzender der KV Nordrhein, suchte als erster Referent nach typischen Risikofaktoren für Männer, insbesondere bei psychischen Erkrankungen – beispielsweise hohe Belastungen im Job.  Dabei sollten laut Bergmann Begriffe wie Burnout, Stress und Depression nicht vermengt werden, da dies „zu einer Verharmlosung der Erkrankung Depression führt“.

Früherkennungsuntersuchungen waren das Thema von Hausarzt Dr. med. Carsten König. Neben der Vorsorgekoloskopie und dem Hautkrebsscreening riet der stellvertretende KVNO-Vorstandsvorsitzende auch dazu, die Krankengeschichte in der Familie zu beachten. „Frauen wissen immer, wer in der Familie welche Erkrankungen hatte. Männer – auch erwachsene Männer – müssen auf Nachfrage des Arztes häufig erstmal ihre Mütter fragen“, sagte König.

Prof. Dr. med. Patrick J. Bastian, Urologe am Marienhospital in Düsseldorf, stellte in seinem Vortrag Aktuelles zur Diagnostik und Therapie beim klassischen Männerthema vor: der Prostata. „25 Prozent der Krebserkrankungen bei Männern sind Prostatakarzinome“, erklärte Bastian, der ausführlich auf moderne Therapie- und Operationstechniken einging – und für Vorsorge warb: „Es gibt keine Frühsymptome bei Tumoren – entsprechend wichtig ist die Vorsorge, zu der auch der PSA-Test gehört. Der Test ist ein schwieriger Marker aber der beste, den wir zur Früherkennung haben.“

Zum Thema Impfen bei Jungen und Männern referierte Dr. med. Ulrike Haars, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie. „Jungs fühlen sich von den vorhandenen Präventionsangeboten leider nicht angesprochen“, sagte Haars, die ausführlich auf die Risiken einer echten Grippe und die Rückkehr der Masern einging. Urs Schaden, Diabetologe und Ernährungsmediziner aus Düsseldorf, stellte die elf wichtigsten Risikofaktoren für eine Diabeteserkrankung vor – und warb für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung ohne viel Fett und Kohlenhydraten. „Machen sie es wie beim Auto- oder Fahrradfahren – schauen Sie immer nach vorne.“  

Im abschließenden Kurzvortrag von Rubin Mogharrebi, Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie sowie Mannschaftsarzt der Footballmannschaft „Düsseldorf Panther“, ging es vor allem um den positiven Effekt von regelmäßiger Bewegung. „Jede Form von Bewegung hilft, aber 150 Minuten pro Woche sollten es sein“, erklärte er. Mit Mogharrebi waren drei Top-Spieler des Teams, das am Wochenende den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte, sowie der Sportvorstand gekommen.

Nach der Veranstaltung konnten sich die Besucher an vielen Ständen auf dem Infomarkt im Haus der Ärzteschaft über Gesundheitsthemen informieren.

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