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Tumordiagnostik: Neue EBM-Leistung ab 1. Januar 2019

19.12.2018 Honorar, Praxisinfos

Der Bewertungsausschuss hat für genetische Untersuchungsleistungen Neuerungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) beschlossen. Zum 1. Januar 2019 wird beispielsweise die Gebührenordnungsposition (GOP) 19461 in den Abschnitt 19.4.4 des EBM aufgenommen. Bei dieser Leistung geht es um den spezifischen Mutationsnachweis unter Verwendung zirkulierender Tumor-DNA bei Anwendung des Wirkstoffs Osimertinib (Tagrisso®) bei erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.

Die Anwendung von Osimertinib (Tagrisso®) setzt den Nachweis einer bestimmten Mutation im Tumorgewebe voraus. Wenn aber nicht mehr genügend Tumorgewebe als Untersuchungsmaterial zur Verfügung steht oder gewonnen werden kann, kann der Mutationsnachweis zukünftig auch anhand einer Flüssigbiopsie (Untersuchung von freier DNA im Plasma) erfolgen.

Abgerechnet wird diese Leistung ab Januar über die neue GOP 19461. Sie ist mit 3934 Punkten (425,76 Euro) bewertet und wird extrabudgetär vergütet. Ärzte können die GOP 19461 bis zu zweimal im Krankheitsfall berechnen. Die Verhandlungen über die Finanzierung laufen derzeit noch.

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