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Telematik-Infrastruktur: Bis 31. März bestellen

05.12.2018 KVNO aktuell

Der Bundestag hat die Frist, bis zu der Praxen Versichertendaten online abgleichen müssen, noch einmal verlängert. Bis zum 31. März 2019 müssen Ärzte und Psychotherapeuten jedoch die notwendige Hardware und Installation bestellt haben.

Wer nicht bis zu diesem Termin bestellt hat, dem droht eine Honorarkürzung von einem Prozent – rückwirkend zum 1. Januar. Um in die Telematik- Infrastruktur (TI) einzusteigen, benötigen Praxen unter anderem einen so genannten Konnektor. Lange Zeit stand nur der Konnektor der Compugroup zur Verfügung. Inzwischen sind auch die Geräte von T-Systems International und RISE zugelassen, der Konnektor von arvato/ secunet soll auch in Kürze zur Verfügung stehen.

Hochbetrieb an den Hotlines

Auch wenn endlich Konnektoren und SMC-B-Karten von verschiedenen Herstellern zur Verfügung stehen: Der zeitliche Druck für die Praxen ist da. Denn über 80 Prozent sind noch nicht an die TI angeschlossen – und werden sich im ersten Quartal an ihre Praxissoftwarehäuser oder ihr Systemhaus wenden. Das heißt: Hochbetrieb an den Hotlines.

Denn ab 1. Juli 2019 müssten Praxen die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte online mit den Kassenservern abgleichen. Wenn nicht, droht eine Honorarkürzung von einem Prozent. Und zwar Quartal für Quartal.

"Der einfachste Weg ist ein sogenanntes Bundle, also ein Paket mit allen nötigen TI-Komponenten", sagt Claudia Pintaric, Leiterin der IT-Kundendienste der KV Nordrhein. Dazu gehören vor allem Konnektor, Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst und SMC-B-Karte. Praxen sollten ihr Softwarehaus darauf ansprechen.

Praxen, die im 4. Quartal 2018 oder im kommenden Jahr in die TI einsteigen, erhalten eine Pauschale für die Technik in Höhe von 1.982 Euro. Dazu kommt eine Installations-Pauschale von 900 Euro. Erstattungen gibt es auch für statio­näre und mobile Kartenlesegeräte. Darüber hinaus erhalten Praxen eine Betriebskostenpauschale: 248 Euro je Quartal. Diese Pauschale soll die laufenden Kosten zum Beispiel für Wartung und Updates abdecken. Last not least erhalten die Praxen jedes Quartal eine Erstattung für den Einsatz der SMC-B-Karte und des elektronischen Heilberufeausweises (HBA).

Probleme mit eGK

Praxen, die bereits in die TI eingestiegen sind, drohen im neuen Jahr weiter Probleme mit ungültigen eGesundheitskarten (eGK). Denn zum Jahreswechsel werden alle eGK mit dem Aufdruck G1 ungültig. Beim Ein­lesen erscheinen dann Meldungen wie "Karte nicht einlesbar" oder "Fehlercode 3021".

Wenn die Karten noch einen gültigen Datumsaufdruck tragen, können Praxen in Nordrhein weiter das Ersatzverfahren anwenden. Dazu wird der Patient manuell im System angelegt oder die Daten aus dem Praxisstamm übernommen. Die Praxis soll dem Patienten unbedingt Muster 5 (Abrechnungsschein) vorlegen und sich bestätigen lassen, dass der Patient noch bei der Krankenkasse versichert ist.

Praxen sollten den Patienten darauf hinweisen, dass er zuhause nachsehen soll, ob er eine neue Karte vorliegen hat, und demnächst nur noch die neue Karte verwenden soll. Ansonsten soll sich der Patient umgehend mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen.

Antrags- und Abrechnungsverfahren

Die Pauschalen erhalten Praxen erst, nachdem sie das erste Mal mindestens einen Abgleich der Versichertenstammdaten online durchgeführt haben. Um die Pauschalen zu erhalten, haben Praxen die Wahl zwischen zwei Verfahren:

  • Automatisch nach der Abrechnung: Praxen erhalten die Pauschalen spätestens zwölf Wochen nach Ende des Abrechnungsquartals – ohne weiteres Zutun.
  • Antragsverfahren: Alternativ können Praxen einen Förderantrag unmittelbar nach dem ersten Versichertenstammdatenabgleich stellen. Die Auszahlung findet innerhalb von sechs Wochen nach Eingang des Antrags statt.

Bis Anfang November waren knapp 2.300 Praxen in Nordrhein an die TI angeschlossen, bereits 4.000 hatten SMC-B-Ausweise erhalten.

Frank Naundorf

Infoangebote

Website und Newsletter

Aktuelle Informationen, Checklisten und Kontaktdaten hat die KV Nordrhein für Sie in einem kompakten Internetangebot zusammengestellt. Auf der Homepage können Sie sich auch für den Newsletter IT-Beratung der KV Nordrhein anmelden, der Sie auf dem Laufenden hält. So erfahren Sie schnell und bequem, wenn TI-Komponenten zugelassen werden. Sie finden hier auch Links zu den Übersichten über den aktuellen Stand der Zulassungen der TI-Komponenten:

Veranstaltungen

Im ersten Quartal bietet die KV Nordrhein zwei weitere Info-Veranstaltungen zum Onlinerollout an. Dort erfahren Ärzte, Psychotherapeuten und Medizinische Fachangestellte, welche Komponenten sie für die TI benötigen und welche Erstattungen sie erhalten.

Börse für gebrauchte Lesegeräte

Vieler Praxen sind schon in die Telematik-Infrastruktur (TI) eingestiegen und haben neue stationäre Kartenterminals installiert. Die alten Lesegeräte werden vermutlich nicht mehr benötigt. Andere Praxen aber, die noch nicht in die TI einsteigen können, weil für deren Praxisverwaltungssystem noch nicht alle Komponenten verfügbar sind, könnten eventuell ein solches Lesegerät gut gebrauchen. Zum Beispiel weil ein Lesegerät defekt ist.

Deshalb unterstützt die KV Nordrhein den Austausch von alten Geräten: Praxen können diese Geräte kostenlos in der KV-Börse (kvboerse.de) über ein Onlineformular auf der KVNO Homepage inserieren.

Hotline

Wenn Sie Fragen rund um den Onlinerollout haben, ist Ihr IT-Haus ein wichtiger Ansprechpartner. Darüber hinaus können Sie sich gern an unsere IT-Hotline wenden. Sie ist erreichbar am Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Dienstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr:

Telefon 0211 5970 8500 | Telefax 0211 5970 9500 | E-Mail

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