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Unfallversicherung: Änderungen seit 1. Oktober

14.11.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Wenn Ärzte eine Einschätzung zu Heilverfahren oder den geplanten medizinischen Behandlungen bei Unfallverletzten abgeben, können sie ab sofort die „Heilverfahrenskontrolle“ abrechnen. Die Leistung wurde zum 1. Oktober 2018 als Nummer 34 in das ärztliche Gebührenverzeichnis der Unfallversicherung (UV-GOÄ) eingeführt und wird mit 65 Euro vergütet.

Zur neuen Leistung gehört, dass Ärzte die vorhandenen medizinischen Unterlagen einschließlich der bildgebenden Diagnostik sichten und auswerten. Weiterhin zählen eine umfassende Untersuchung und Beratung sowie die zeitnahe Berichterstattung über dieses Untersuchungsergebnis dazu.

Die Kontrolle kann auf Wunsch des Versicherten nach vorheriger Information des zuständigen Unfallversicherungsträgers oder in dessen Auftrag durchgeführt werden. Neben der Heilverfahrenskontrolle kann eine Mitwirkung bei der Erstellung eines Reha-Planes nach Nummer 17 UV-GOÄ nicht abgerechnet werden.

Besonderen Beratungsbedarf bei unfallverletzten Kindern bis zum sechsten Geburtstag können Ärzte seit 1. Oktober mit der Nummer 6 UV-GOÄ anstatt der Nummer 1 UV-GOÄ abrechnen. Dadurch erhalten sie 16,13 Euro statt 6,71 Euro.

Im Bereich Dermatologie wurden zum 1. Oktober im Rahmen der Behandlung von Hautkrebs als Berufskrankheit zwei neue Formtexte eingeführt. Zum einen handelt es sich um den Vordruck „F6120 Bericht Hautkrebs BK-Nr. 5103“. Er wird nach der neuen Nummer 135 UV-GOÄ abgerechnet und mit 30 Euro vergütet. Zum anderen handelt es sich um den Vordruck „F6122-5103 Nachsorgebericht Hautkrebs BK-Nr. 5103“. Dieser Bericht wird nach der neuen Nummer 135a UV-GOÄ abgerechnet und mit 50 Euro vergütet.

Einige Formtexte, die in der Vergangenheit selten genutzt wurden oder zu Abrechnungsproblemen geführt haben, wurden zum 1. Oktober gestrichen. Sollte ein Unfallversicherungsträger aus den Bereichen, in denen Formtexte entfallen sind, einen ausführlichen Befundbericht anfordern, können Ärzte ihn in freier Form erbringen und nach Nummer 118 UV-GOÄ abrechnen. Dies wird dann mit 30,75 Euro vergütet.