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Substitutionstherapie: Richtlinie angepasst

14.11.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die „Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung“ zur Substitutionsbehandlung geändert, nach denen Opioidabhängige zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung eine substitutionsgestützte Therapie erhalten können.

Erleichterungen gibt es vor allem bei der Dokumentation zur Qualitätssicherung. Weitere inhaltliche Änderungen betreffen besonders Therapieziele, Indikationsstellung und Therapiekonzept. So sind beispielsweise nun auch die Sicherstellung des Überlebens und die Abstinenz von unerlaubt erworbenen und erlangten Opioiden als Behandlungsziele verankert.

Zudem wird deutlicher als bisher im Therapiekonzept berücksichtigt, dass es sich bei der Opioidabhängigkeit um eine schwere chronische Erkrankung handelt, die in der Regel einer lebenslangen Behandlung bedarf. Patientenbezogene Dokumentationen im Rahmen von Stichprobenprüfungen dürfen nur noch pseudonymisiert erfolgen.