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Impfen richtig abrechnen

14.11.2018 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Pflicht- oder Satzungsleistung – das ist beim Impfen die Frage, denn die Leistungen müssen Praxen unterschiedlich abrechnen: Pflichtleistungen laufen über den Sprechstundenbedarf, Satzungsleistungen sind individuell auf den Namen des Patienten zu verordnen.

Pflichtleistungen sind all die Impfungen, die in der Schutzimpfungs-Richtlinie enthalten sind. Die Impfleistung wird mit den entsprechenden Impfziffern abgerechnet, die in dem Impfvertrag hinterlegt sind.

Beispiel: Die Grippe-Impfung für über 60-jähri­ge Patienten (Standardimpfung, GOP 89111) und für jüngere Patienten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (Indikationsimpfung, GOP 89112) sind Pflichtleistungen der Krankenkassen. Der Impfstoff wird über den Sprechstundenbedarf bezogen. Krankenkassen können zusätzliche Impfungen als sogenannte Satzungsleistungen anbieten. Viele dieser Satzungsimpfungen werden über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein abgerechnet. In diesen Fällen wird der Impfstoff individuell auf den Namen des Patienten bezogen.

Beispiel: Unter 60-jährige Versicherte, die nicht gesundheitlich gefährdet sind, können auf Kosten einiger Krankenkassen gegen Grippe geimpft werden (GOP 89112T): Die Techniker Krankenkasse, KKH, Pronova BKK, BKK 24, Actimonda Krankenkasse und Viactiv bieten die Influenza-Impfung als Satzungsleistung an. Praxen verordnen den Impfstoff bei den unter 60-Jährigen ohne gesundheitliche Gefährdung auf den Namen des Patienten. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche ohne gesundheitliche Gefährdung bei der AOK Rheinland/Hamburg.

HON