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Stuhltest iFOBT richtig abrechnen

14.11.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Der quantitative immunologische Test (iFOBT) zur Früherkennung von Darmkrebs steht gesetzlich Versicherten bereits seit 1. April 2017 als Kassenleistung zur Verfügung. Hausärzte, Chirurgen, Gynäkologen, Facharztinternisten, Hautärzte und Urologen rechnen den iFOBT als Früherkennungsuntersuchung auf kolorektales Karzinom künftig über die Gebührenordungsposition (GOP) 01737 (Bewertung 57 Punkte, Vergütung 6 Euro) ab. Die Leistung umfasst die Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung des Tests sowie die Beratung des Patienten bei einer präventiven Untersuchung.

Wichtig: Bringt der Patient das Teströhrchen nicht in die Praxis zurück, gibt es keine Abrechnungsmöglichkeit! Denn ohne Weiterleitung des Teströhrchens zur Untersuchung ist der Leistungsinhalt der GOP 01737 nicht erfüllt.

Bei kurativer Indikation sind Ausgabe, Rücknahme und Weiterleitung in das Labor mit der Versicherten- oder Grundpauschale abgegolten.

Der Test wird im Labor ausgewertet. Diese Leistung dürfen nur Ärzte abrechnen, die eine Genehmigung für das Speziallabor haben.

  • GOP 01738 für präventive Untersuchung (Bewertung 75 Punkte, Vergütung 7,90 Euro)
  • GOP 32457 für kurative Untersuchung (Bewertung 59 Punkte, Vergütung 6,21 Euro)

In den Laborleistungen enthalten sind die Kosten für das Stuhlproben-Entnahmesystem.

Der Test kann bei Patienten im Alter zwischen 50 und 55 Jahren jährlich durchgeführt werden. Ab 55 Jahren haben die Versicherten Anspruch auf bis zu zwei Früherkennungskoloskopien im Abstand von zehn Jahren oder alle zwei Jahre auf einen Test auf okkultes Blut im Stuhl. Hausärzte können den iFOBT auch beim Check-up 35 an Patienten ab 50 Jahren ausgeben.