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Gesundheitsselbsthilfe NRW: Feier zur 100. Sitzung

14.11.2018 Gesundheitstipps, KVNO aktuell

Ende September 2018 feierte die Gesundheitsselbsthilfe Nordrhein-Westfalen (NRW) ein besonderes Jubiläum: Die Selbsthilfeorganisation traf sich zu ihrer 100. Sitzung und hatte dazu rund 120 Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Selbsthilfe eingeladen. Neben Vertretern von Krankenkassen und Politik lobten der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Dr. med. Frank Bergmann, und Stephanie Theiß, Leiterin der Kooperationsberatungsstelle für Selbsthilfegruppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA), die Arbeit der Gesundheitsselbsthilfe Nordrhein-Westfalen. „Selbsthilfe ist nicht ersetzbar, denn der besondere Kern von Selbsthilfegruppen– der Austausch von Betroffenen für Betroffene – ist ihr Alleinstellungsmerkmal“, sagte Bergmann.

Bergmann und Theiß betonten den Wert des Arbeitskreises „Gemeinschaftliche Therapieverantwortung“– ein Projekt im Gesundheitswesen, das die KV Nordrhein gemeinsam mit der Gesundheitsselbsthilfe NRW vorantreibt. „Besonders wichtig ist uns die stetige Verbesserung der Kommunikation zwischen Ärzten, Psychotherapeuten und Patienten“, so Bergmann, der zu den Sitzungen des Arbeitskreises regelmäßig einlädt. Eine gelungene Kommunikation zeige sich auch unmittelbar in einer besseren Therapietreue und damit auch in einem besseren Therapieergebnis, von dem sowohl der verordnende Arzt als auch der Patient profitieren.

Applaus von allen Anwesenden erhielt Bergmann für seinen Ausblick in die Zukunft. Wichtig sei es ihm, in der Zusammenarbeit mit der Gesundheitsselbsthilfe NRW Erreichtes zu verfestigen. Sein besonderer Wunsch richte sich an die zukünftigen Ärzte, die möglichst früh während ihrer Ausbildung die wertschätzende Kommunikation mit Patienten lernen sollten.

Silke Raumann

Gesundheitsselbsthilfe NRW

Die Gesundheitsselbsthilfe NRW umfasst rund 70 Landesverbände. Innerhalb dieser Landesverbände gibt es etwa 10.000 Selbsthilfegruppen, sowohl zu seltenen als auch zu weit verbreiteten chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Diabetes. Die Gesundheitsselbsthilfe NRW ist somit ein Sprachrohr für Patienten geworden – auf Landesebene gegenüber Krankenkassen und Politik sowie als langjährige Kooperationspartnerin der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.


Wichtig zu wissen: Patientenbeteiligung ist keine Kür, sondern eine Pflicht: Der Paragraf 140f SGB V regelt die „Beteiligung von Interessenvertretungen der Patienten“ im Gesundheitswesen. So gibt es auf Bundesebene beispielsweise Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss und auf Landesebene in den Landesausschüssen.

Der GKV-Förderbetrag liegt im Jahr 2018 bei 1,10 Euro pro Versichertem, bei etwa 71 Millionen Versicherten ergibt dies ein Fördervolumen von rund 78 Millionen Euro bundesweit. Zulässig ist dies nur bei festgelegten Krankheitsbildern wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Krankheiten und vielen weiteren.

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Kooperationsberatung für
Selbsthilfegruppen, Ärzte und
Psychotherapeuten (KOSA)
Telefon 0211 5970 8090
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