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Influenza, HPV und Co.: Neue STIKO-Empfehlungen

02.10.2018 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Ab sofort sollen Ärzte vor allem den viervalenten Grippeimpfstoff als Influenza-Schutz einsetzen. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen entsprechend aktualisiert; diese Empfehlung wurde auch schon in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen. Die STIKO hat weitere Empfehlungen ausgesprochen.

HPV: Die STIKO empfiehlt, alle Mädchen und nun auch alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren zu impfen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die neue Empfehlung für Jungen schon in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen, jedoch muss noch die dreimonatige Einspruchsfrist des Bundesgesundheitsministeriums abgewartet werden, bis diese Impfung ebenfalls Pflichtleistung wird. Übrigens: Einige Krankenkassen bieten die HPV-Impfung für Jungen ab 9 Jahren und für Frauen von 18 bis 26 Jahren als Satzungsleistung an.

Herpes Zoster: Nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung kann laut STIKO die Impfung sinnvoll sein, es gibt keine Empfehlung für eine Standardimpfung. Auch hier gibt es noch keinen Hinweis in der Schutzimpfungs-Richtlinie, sodass eine Impfung zulasten der Krankenkas­- sen derzeit noch nicht möglich ist. Mittlerweile ist ein weiterer, adjuvantierter Subunit-Totimpfstoff (Shingrix) in Deutschland verfügbar.

Das Bild zeigt eine Hand mit einer Spritze beim Impfen.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch- Institut (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen für Influenza, HPV und Meningokokken aktualisiert. Zudem hat die STIKO ihre Hinweise zum Impfmanagement für Migranten und Asylsuchende überarbeitet.

Meningokokken B: Die STIKO weist darauf hin, dass die Studienlage für eine Empfehlung zur generellen Impfung noch nicht gegeben werden kann. Weiterhin kann gemäß Schutzimpfungs-Richtlinie nur in Einzelfällen (Indikationsimpfung) gegen Meningokokken B geimpft werden.

Migranten und Asylsuchende: Die STIKO hat ihre Hinweise zum Impfmanagement sowie ihre Impfempfehlungen für die Zeit direkt nach Ankunft in Deutschland überarbeitet.

Impfungen, die in der Schutzimpfungs-Richtlinie empfohlen werden, sind Pflichtleistungen der Krankenkassen. In diesen Fällen bestellen Sie den Impfstoff als Sprechstundenbedarf. Einzelne Krankenkassen bieten über die Pflichtleistungen hinaus noch Satzungsleistungen an. In diesen Fällen muss der Impfstoff auf den Namen des Patienten auf einem Kassen- oder mitunter einem Privatrezept verordnet werden.

HON