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Sommerempfang 2018 im Haus der Ärzteschaft

02.10.2018 KVNO aktuell

Rund 500 Gäste kamen am 5. September 2018 zum Sommerempfang von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Nordrhein. In seiner Rede ging Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf Vorteile und Stärken der freien Berufe ein. Es sei gut, dass sich viele Berufe in Deutschland selber verwalten, sagte Laumann: „Auch die schwierigste Selbstverwaltung ist besser als jeder Staatskommissar. Wir brauchen einen breiten Mittelstand, von dem die Freiberufler ein wichtiger Teil sind. Und wir müssen den Wert der Freiberuflichkeit an die Nachfolgegeneration weitergeben.“

Der Minister lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit von Politik und Selbstverwaltung in Nordrhein-Westfalen: „Unser größtes Problem im Gesundheitswesen ist eine Misstrauenskultur, die zu immer mehr Kontrolle und Bürokratie führt. Wir in NRW können uns aufeinander verlassen“, sagte Laumann an die KVen und Kammern in Nordrhein und Westfalen-Lippe gerichtet.

Das Foto zeigt Rudolf Henke, Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Dr. med. Frank Bergmann (v.li.)

Impressionen vom Sommerempfang: Rudolf Henke, Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Dr. med. Frank Bergmann, © Fotos: Jochen Rolfes ( v.li.)

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Auf die aktuelle Gesetzgebung der Großen Koalition ging Ärztekammer-Präsident Rudolf Henke ein. Das neue „Terminservicegesetz“ entspräche nicht der ärztlichen „Vorstellung von Freiheit“. „Man stelle sich nur mal vor, einem Selbstständigen würde vorgeschrieben, wie lang er sein Geschäft öffnen müsse“, sagte Henke in Anspielung auf die geplante Erhöhung der Mindestsprechstundenzeiten von Vertragsärzten.

Dabei sei die angedachte Grenzlinie längst überschritten: „Die meisten Ärzte arbeiten doch schon freiwillig viel mehr als das Soll.“ Sein Rat laute, sich nicht auf weitere Vorschriften, sondern den Abbau von Regularien zu konzentrieren – etwa der seit 25 Jahren bestehenden Budgetierung ärztlicher Honorare und der zentralisierten Bedarfsplanung.

HSCH