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Richtlinie zur Rehabilitationsberatung angepasst

02.10.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das Anfang 2018 in Kraft getreten ist, soll Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Das Gesetz wirkt sich auch auf das Beratungsangebot zur medizinischen Rehabilitation aus. Die Rehabilitationsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wurde nun angepasst.

Ärzten und Psychotherapeuten kommt nun eine wachsende Bedeutung zu. Sie sollen Patienten jetzt nicht mehr nur über bestehende Beratungsangebote informieren, sondern auch Anhaltspunkte für weitere Teilhabebedarfe dokumentieren. Dies ist auf dem Verordnungsformular 61 in Teil A und unter dem Punkt "Sonstiges" in Teil D möglich. Dadurch kann die Krankenkasse potenzielle Bedarfe frühzeitiger erkennen und entsprechende Schritte einleiten.

Neu sind außerdem die ergänzenden unabhängigen Angebote zur Teilhabeberatung. Dafür sind seit Anfang des Jahres bundesweit über 500 Beratungsstellen eingerichtet worden. Dort wird insbesondere Beratung von Betroffenen durch Betroffene angeboten, die unabhängig von Leistungsträgern wie Krankenkassen, Renten- oder Unfallversicherung ist.

Mit Inkrafttreten des BTHG sind die gemeinsamen Servicestellen, die bislang auch über Angebote der medizinischen Rehabilitation beraten haben, entfallen. Nun sollen Rehabilitationsträger direkt und übergreifend die Patienten beraten.