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Petition: Frist für TI-Anschluss verlängern

02.10.2018 KVNO aktuell

Die Vorstände der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der 17 KVen rufen dazu auf, eine Petition an den Deutschen Bundestag zu unterstützen. Darin wird gefordert, die gesetzliche Frist für die Anbindung der Praxen an die Telematik-Infrastruktur (TI) zu verlängern.

Das E-Health-Gesetz sieht vor, dass die Praxen bis 31. Dezember 2018 an die TI angebunden sein müssen. Geschieht dies nicht, drohen den Praxen finanzielle Sanktionen in Form eines Honorarabzugs von einem Prozent. Doch diese Frist ist nicht zu halten, vor allem, weil längst nicht alle Praxissoftware-Hersteller den Wechsel terminlich oder technisch realisieren können. "Die dazu passenden Komponenten stehen nicht ausreichend zur Verfügung, und dies wird auch in absehbarer Zeit nicht der Fall sein. Die In­dustrie schafft es unter anderem nicht, rechtzeitig genügend Geräte zu produzieren", sagt Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV.

In Nordrhein sind derzeit gut zehn Prozent der Praxen an die TI angeschlossen. Bis Jahresende wird es selbst nach Einschätzung der Betreibergesellschaft gematik weniger als ein Drittel sein.

NAU

Die Petition kann online oder per schriftlichem Eintrag in Listen unterzeichnet werden. Bei bundesweit 50.000 Unterschriften wird ein sogenanntes "Quorum" erreicht mit der Möglichkeit, das gemeinsame Anliegen der Ärzteschaft vor den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorzutragen. Die Petition wurde registriert mit der Nummer 83509.