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KBV-Versichertenbefragung: Patienten zufrieden mit Praxen

02.10.2018 KVNO aktuell

Die diesjährige Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigt: Die Rheinländer sind mit ihren Ärzten und Therapeuten überdurchschnittlich zufrieden. Insbesondere die Bewertungen der Terminvergabe bestätigen, dass es zumindest in Nordrhein keine Zwei-Klassen-Medizin gibt.

Zum wiederholten Male schneiden die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Nordrhein sehr gut ab. Die gesetzlich Versicherten aus dem Rheinland gaben zu 92 Prozent an, ein "gutes" bis "sehr gutes" Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt oder Psychotherapeuten (Bund: 91 Prozent) zu haben und beurteilten die Fachkompetenz ihres Behandlers zu 93 Prozent mit "gut" bis "sehr gut" (Bund: 92 Prozent). "Das sind hervorragende Ergebnisse, über die ich mich sehr freue. Sie zeigen, dass die Patienten die Arbeit der niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie der Psychotherapeuten wertschätzen", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Schneller Zugang zu Fachärzten

Ein wesentlicher Aspekt der jährlichen Versichertenbefragung ist das Thema Wartezeiten auf Arzttermine. Direkt danach gefragt, antwortete die große Mehrheit der Rheinländer (82 Prozent), die Wartezeit auf den letzten notwendigen Arztbesuch nicht als zu lang empfunden zu haben. Bundesweit teilten 80 Prozent der Befragten diesen Eindruck. Ebenfalls bemerkenswert: Die Patienten aus Nordrhein haben im Vergleich zum Bund überdurchschnittlich schnell Zugang zu hiesigen Fachärzten: 33 Prozent mussten auf ihren letzten Facharzttermin entweder gar nicht oder höchstens drei Tage warten, im Bund waren es 27 Prozent. Auch die Zahl der Patienten, die länger als drei Wochen auf ihren Facharzttermin warten mussten, lag in Nordrhein mit 20 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt von 32 Prozent. Die Wartezeit auf einen Termin beim Hausarzt betrug für 52 Prozent der Befragten aus Nordrhein maximal drei Tage (Bund 56 Prozent).

Kurze Wartezeiten

Als im Bundesvergleich überdurchschnittlich kurz erweisen sich nach Angaben der Befragten auch die Wartezeiten in den nordrheinischen Praxen. Auf die Frage, wie lange sie zuletzt in der Sprechstunde warten mussten, bis sie an der Reihe waren, gab die Hälfte der Befragten eine Wartezeit von maximal 15 Minuten an (Bund: 43 Prozent). Besonders zügig lief es dabei in den Facharztpraxen – für 55 Prozent der Patienten ging es entweder sofort oder innerhalb von 15 Minuten ins Behandlungszimmer (Bund: 47 Prozent). Bei den Hausärzten gaben 48 Prozent der Versicherten aus dem Rheinland diese Zeiten an (Bund: 41 Prozent).

Christopher Schneider