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EHIC: Änderungen ab 1. Oktober

28.09.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Patienten aus den Staaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz müssen bei einer Behandlung in Deutschland die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen. Zum 1. Oktober 2018 treten hierbei folgende Änderungen in Kraft.

Kopie im fahrenden Notdienst: Im fahrenden Notdienst haben Ärzte in der Regel keine Möglichkeit, die EHIC zur Dokumentation des Behandlungsanspruchs zu kopieren. Deshalb können sie ab dem 1. Oktober 2018 die Daten der EHIC oder der provisorischen Ersatzbescheinigung formlos händisch erfassen. In der Anlage 20 Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) wird hierzu eine Ausnahmeregelung aufgenommen.

Patientenerklärung erweitert: In der "Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung" wird eine neue Zeile "Name des behandelnden Arztes" eingefügt. Grund: Die Krankenkassen sollen so die Patientenerklärung eindeutig zur Kopie der EHIC zuordnen können. Die in 13 Sprachen verfügbaren Ausführungen des Formulars werden ab dem 1. Oktober in den Praxisverwaltungssystemen der Vertragsärzte enthalten sein.

Neue Anlage 3: Nationaler Anspruchsnachweis: Bislang wurde der von der Krankenkasse genehmigte Leistungsumfang bei Patienten, die aus Ländern mit bilateralem Abkommen über soziale Sicherheit (Abkommensrecht) kamen, auf dem Abrechnungsschein (Muster 5, Anlage 2/2a BMV-Ä) dokumentiert. Ab dem 1. Oktober wird es hierfür ein gesondertes Formular ("Nationaler Anspruchsnachweis") für die Krankenkassen geben, um eine bundeseinheitliche Dokumentation zu erreichen.