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Vertreterversammlung: KVNO in Klausur

27.06.2018 KVNO aktuell

Zum ersten Mal begaben sich die Delegierten der KVNO-Vertreterversammlung in Klausur. Eineinhalb Tage diskutierten die VV-Mitglieder am 18. und 19. Mai in Bensberg über zentrale Themen der ambulanten Versorgung – den Notdienst, den neuen Strukturfonds für die Sicherstellung, Telemedizin und die Zukunft der Disease-Management-Programme (DMP).

Als „neuen Baustein unserer Arbeit“ hatte KVNO-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Frank Bergmann die Klausur angekündigt und zum Auftakt im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg erklärt: „Unsere Agenda ist so umfangreich, dass wir kaum Gelegenheit haben, uns in den turnusmäßigen Sitzungen vertieft mit wichtigen Themen zu beschäftigen.“ Genau dies war das Ziel der Premieren-Klausur von Vorstand und Vertreterversammlung, an der auch Geschäftsführer und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnahmen.

Das Foto zeigt Dr. Bernhard Gibis (KBV), Dr. Ulrich Wenner, Vorsitzender des 6. Senats des BSG, KVNO-Chef Dr. Frank Bergmann, Dr. Monika Mund (KBV) und KVNO-Vize Dr. Carsten König (v.l.).

Zufrieden mit der ersten Klausur der VV zeigten sich Moderator Dr. Bernhard Gibis (KBV), Dr. Ulrich Wenner, Vor­sitzender des 6. Senats des BSG, KVNO-Chef Dr. Frank Bergmann, Dr. Monika Mund (KBV) und KVNO-Vize Dr. Carsten König (v.l.).

Im Fokus standen die Themen Notfallversorgung, Telemedizin, Strukturfonds und DMP. Bevor sich die knapp 40 Teilnehmer auf die Workshops zu den vier Hauptthemen verteilten, sorgten Vorträge externer Referenten für Diskussionsstoff. Der von KVNO-Justiziar Dr. Horst Bartels als „Gesicht des Vertragsarztrechts“ angekündigte Vorsitzende Richter des 6. Senats am Bundessozialgericht, Dr. jur. Ulrich Wenner, startete mit einem Exkurs zur „angemessenen Vergütung vertragsärztlicher Leistungen“ und lotete das Spannungsfeld zwischen „Wunsch“ und „Wirklichkeit“ aus.

Notdienst-Experten im Gespräch

Dr. Monika Mund, Leiterin der Abteilung „Indikationsbezogene Konzepte“ der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), referierte über den Status quo und die Zukunft der DMP. Moderator Dr. Bernhard Gibis von der KBV stieg in die Notfallversorgung ein: Mit ihm diskutierten Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser, Leiter der Pneumologie am Klinikum Remscheid und bekannt als „Doc Esser“ im WDR Fernsehen, Prof. Alex Lechleuthner von der Berufsfeuerwehr Köln und Dr. Michael Klein, Geschäftsführer der Arztrufzentrale NRW.

Johannes Reimann, Leiter der Abteilung Medizin und Versorgung der KVNO, informierte über den Stand in Sachen Strukturfonds, Bernhard Acke von der Stabsstelle Telematik lieferte Anstöße zur Telemedizin. Die Ergebnisse der Workshops wurden am Folgetag präsentiert. „Wir haben keine Beschlüsse gefasst oder offizielle Aufträge an den Vorstand formuliert“, sagte Bergmann. „Die Ergebnisse liefern uns aber eine sehr gute Grundlage für unsere Arbeit. Es hat sich gezeigt, dass es ein großes Potenzial an Ideen in unserer VV gibt, das wir intensiver nutzen sollten.“ Im Frühjahr 2019 ist die nächste Klausur geplant.

Dr. Heiko Schmitz