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Pharmazentralnummer auf das Rezept

19.04.2018 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Wenn Praxen beim Ausstellen von Rezepten mit der Verordnungssoftware eine elektronische Arzneimitteldatenbank nutzen, muss seit dem 1. April 2018 auch die Pharmazentralnummer (PZN) auf das Rezept gedruckt werden. Wenn die PZN nicht zu den verordneten Arzneimitteln passt, handelt es sich um eine unklare Verordnung. Deswegen bitten Apotheken derzeit vermehrt darum, die Rezepte zu ändern oder nach Rücksprache mit der Praxis selbst korrigieren zu können.

Ein Beispiel: Wenn eine N2-Packung über die Software ausgewählt wird und der Arzt „von Hand“ die Packungsgröße in N3 ändert wird, passt die PZN nicht mehr zur Verordnung. Das gilt analog auch für die Dosierung.

Bitte achten Sie beim Verordnen auf folgende Punkte:

  • Drucken Sie die PZN auf das Rezept, wenn Sie eine elektronische Datenbank nutzen.
  • Verordnen Sie keine Klinikpackungen oder Packungen, die „AV“ gemeldet sind.
  • Wenn Präparate aus einer Hausliste verordnet werden, muss die PZN ebenfalls eindeutig sein.
  • Bei handschriftlich ausgestellten Rezepten, Wirkstoffverordnungen oder wenn der Computer als „Schreibmaschine“ benutzt wird, ist keine PZN erforderlich.
  • Bei Änderungen beispielsweise der Packungsgröße, Dosierung oder des Herstellers ändert sich auch die PZN. Bei handschriftlichen Änderungen sollte daher die PZN auch handschriftlich gestrichen werden. Handschriftliche Änderungen sind vom Arzt abzuzeichnen.
  • Die Regelungen betreffen auch Betäubungsmittel.